Julius CaesarWas Caesar betrieben hat, ist im Prinzip "framing" - d.h. die Einbettung aller Fakten, Themen und Ereignisse in ein einziges Deutungsraster. So bilanzierte Professor Markus Schauer aus Bamberg am Mittwoch morgen im Schiller-Gymnasium rund 200 Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen aller Hofer Gymnasien die Machart von Caesars "Gallischem Krieg".

Am ersten Satz des Textes führte er vor, wie Caesar schlichtweg Fakten schaffte, um alle drei Zielgruppen seiner Schrift, die adeligen Senatoren, die Soldaten und das Wahlvolk, zu manipulieren. Nach dem Motto "Mach Rom groß" bekamen alle das, was sie wollten: Den erfolgreichen Feldherren, den potentiellen Herrscher über ein Imperium, einen weitgereisten und klugen Politiker, dem man vertrauen kann - jede Ähnlichkeit zu anderen Politikern, die mit dem Anspruch "Make great again " auftreten und ebenfalls Fakten und Ereignisse in ihren Deutungsrahmen pressen sind rein zufällig .... .

In einer Mischung aus wissenschaftlicher Darstellung und sehr engagierter Beantwortung der vielen Schülerfragen gelang es Professor Schauer ein anschauliches Bild der Mechanismen von Machtpolitik zu vermitteln - und insofern war die Darstellung brennend aktuell und jeder konnte etwas mitnehmen.

img 0488Begrüßten Professor Schauer (r) zu seinem Vortrag: Schulleiterin Dr. Anke Emminger, StDin Dagmar Wilczek-Dehler sowie StR Dr. Alexander Eisgrub

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