Logo Schiller unterwegsDie diesjährige Ethikklasse der zehnten Jahrgangstufe des Schiller-Gymnasiums verbrachte die Besinnungstage, unter der Betreuung von der Lehrkraft Herrn Weber, anders als die Religionsklassen der Jahrgangsstufe, nicht in einer Jugendherberge, sondern nutzte die zwei zur Verfügung stehenden Tage um ihr Wissen und ihre sozialen Kompetenzen auf verschiedene Arten zu schulen, natürlich mit entsprechend ethischem Hintergrund.

 

Das Programm für den zwölften und dreizehnten Februar, sah am ersten Tag den Besuch des Therapeutisch-Pädagogischen Zentrums Hof, kurz TPZ vor. Das TPZ in der Nähe des Untreusees ist nicht nur eine Schule und Tagesstätte für Kinder und Jugendliche mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung, sondern auch für Kinder ohne Behinderung, vor allem in den jungen Jahren, geeignet, um frühzeitig negative Vorurteile zu verhindern. Nach der Ankunft führte die Gruppe während einer Führung durch das Schulgebäude mit Herrn Wölfel, dem Schulleiter des TPZ, eine Art Vorgespräch mit allgemeinen Informationen über die Einrichtung selbst und den Umgang mit den dort anwesenden Schülern.
Danach wurden Schüler und Lehrer in kleine Gruppen mit jeweils zwei bis vier Personen eingeteilt. Jede dieser Kleingruppen wurde daraufhin einer Klasse zugewiesen, um mit dieser zwei Schulstunden zu verbringen. Die Klassen unterschieden sich eher weniger im Alter, sondern im Anspruch der individuellen Behinderung und Entwicklung der Schüler. Anschließend traf sich die ganze Gruppe erneut mit Herrn Wölfel zu einem Abschlussgespräch, in dem jeweils die Schüler aus den verschiedenen Kleingruppen die erlebten Erfahrungen teilten. Trotz des unterschiedlichen Alters und den unterschiedlichen Graden der Behinderungen der Kinder und Teenager, waren die Ergebnisse in allen Gruppen nahezu gleich-nämlich eine Mischung aus allgemeiner Bedrücktheit und der Erkenntnis, dass das Zurechtfinden im Alltagsleben nicht für jedermann selbstverständlich ist. Trotzdem waren viele von der Aufgeschlossenheit und der großen Lebensfreunde der TPZ-Schüler überrascht. Letzten Endes ist das Ziel dieser Schule aber keineswegs mit dem des Gymnasiums zu vergleichen, denn bei dieser Sonderschule steht an oberster Stelle die Selbstständigkeit im Erwachsenenalter zu fördern, welches zugleich der größte Wunsch eines jeden Schülers dieser Schule ist.

Am darauffolgenden Tag stand eine komplett andere Entdeckung auf dem Tagesplan, nämlich die Besichtigung des Reichsparteitags - Geländes in Nürnberg. Der Treffpunkt dieses Tages war für die Gruppe am Hauptbahnhof, um von dort aus mit dem Zug nach Nürnberg zu reisen. Nach der Ankunft am Museumsgelände stand zunächst die Besichtigung des „Dokumentationszentrums“ der Anlage auf dem Plan- einer detaillierten Ausstellung, welche interessante Informationen über die Stadt Nürnberg während der NS-Zeit, sowie das Ausmaß des Größenwahns der NS-Regierung zeigt.
Nach einer einstündigen Besichtigung mit moderner Unterstützung und informativer Führung per Audioguide des Doku - Zentrums stand anschließend die Erkundung der gigantischen Außenanlagen statt, welche man zu Fuß erreicht. Dort bestaunte die Klasse die Zeppelintribüne, von der Sicht des Zeppelinfeldes. Den Rückweg in Richtung Innenstadt nahm die Gruppe über die 2km lange Paradestraße vor. Vor der Heimfahrt hatten die Schüler noch Freizeit, um eigenständig in Kleingruppen die Innenstadt zu erkundigen.
Das Fazit, welches sich aus den diesjährigen Besinnungstagen im Rahmen des Faches Ethik ziehen lässt, zeigt, dass es zwei erlebnisreiche Tage mit verschiedensten Eindrücken und Informationen- von der Historie Deutschlands bis zum sozialen Leben der Gesellschaft- waren, die nicht Jedermann zu Gesicht bekommt.

Ethik Besinnungstage

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