Logo TabletAm Montag, den 18. Mai 2020, durften die 5. und 6. Klassen endlich wieder in die Schule zurückkehren. Zwar zunächst in halber Klassenstärke, doch ist jetzt ein großes Stück Normalität in das Leben unserer "Jüngsten" zurückgekehrt. Wie die Zeit während des Corona-Shutdowns war, berichtet Dana Schörner aus der 5c, mit ihren ganz eigenen Impressionen:

 

Seit Wochen müssen wir schon im Homeschooling arbeiten und unser Leben hat sich sehr verändert! Das kam so:

Schon in der zweiten Märzwoche hörte ich immer wieder auch von Lehrern, dass nächste Woche die Schulen wegen Corona schließen würden, konnte es aber nicht glauben. Doch am 13. März wurde es dann offiziell von Markus Söder verkündet. Wir waren gerade beim Schwimmen im Hofbad, als die Pressekonferenz stattfand. In der Umkleide erfuhr ich es dann auch. Die meisten meiner Mitschülerinnen schrien vor Freude, ich aber war ganz nachdenklich, denn ich hatte ein schlechtes Gefühl bei dem, was da auf mich zukommt.

Am Montag, den 16. März ging es dann los mit der Schule online. An diesem Tag hätte ich mein Deutschreferat halten sollen, das ich schon lange geübt hatte. Dies fiel dann natürlich erst mal aus.
Doch mit meinem Tablet hatte ich es bei uns zu Hause am besten von allen meinen Geschwistern. Herr Hahn, unser Klassenlehrer, begrüßte uns um 8:00 Uhr mit einer Videobotschaft: „Liebe Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 cool!“ Dann forderte er uns auf, die Arbeitsaufträge zum Berichten anzufangen. Ich machte mich gleich über die vielen Aufgaben in den verschiedenen Fächern, die ich aus dem Programm Nextcloud abrufen konnte, aber war damit viel länger beschäftigt als beim regulären Unterricht.
Meine Schwestern versuchten ihre Aufgaben an ihren kleinen Smartphones abzurufen, aber in den ersten Tagen brach das Mebis-System zusammen und sie mussten sich die Aufgaben im Klassenchat per WhatsApp besorgen. Später bekamen sie eigene Laptops, um besser arbeiten zu können, aber das dauerte, bis es so weit war, denn mittlerweile hatten ja alle Computergeschäfte geschlossen.

Auch ich hatte mit unserem Nextcloudprogramm in den nächsten Tagen Probleme, denn ich wurde immer wieder aus dem System geworfen. Deshalb installierten wir nach Anleitung von Herrn Hahn die App Microsoft Teams.
Dann funktionierte eigentlich alles gut mit meinem Tablet, bis mein Ladekabel kaputt ging. Das war nach dem 23. März, als alle Geschäfte außer den Lebensmittelläden geschlossen hatten. Also musste meine Mama mir ein neues Kabel online bestellen. Ich hatte aber eine Idee, wie ich in den drei Tagen, in denen ich auf das Päckchen wartete, weiter mein Tablet nutzen konnte: Ich fuhr in der Frühe mit dem Fahrrad zu meinem Klassenkameraden Niklas, um mir sein Kabel für einige Stunden auszuleihen. Weil Kontaktverbot herrschte, legte er mir das Kabel vor seine Haustür.
In den acht Homeschooling-Wochen bis Pfingsten gewöhnte ich mich an Onlineunterricht, Klavierstunden per Skype oder Zoom, Turnstunden im Garten nach Plan und sogar an Schwimmtraining am Zugseil nach einer YouTube-Anleitung. Außerdem stellte ich mein Buch im Deutschunterricht mit einer Videopräsentation vor.

Trotzdem war ich sehr glücklich, als die Lockerungen endlich begannen und ich mich seit Anfang Mai wieder mit einzelnen Freunden treffen konnte. Und ich denke, alle waren froh, als Herr Hahn endlich ankündigte, dass ab 18. Mai für unsere Klasse wieder richtiger Unterricht am Schiller stattfinden soll. Für mich wird der erste Schultag leider erst am Montag, den 25. Mai sein, da unsere Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt ist und ich wegen meines Nachnamens in Gruppe 2 bin.

IMG 1685Schwimmtraining auf Beton? In der Coronazeit mussten viele Sportler nach alternativen Trainingsmethoden suchenIMG 1685Ein vertrautes Gesicht, welches wöchentlich aus dem Tablet grüßte: Deutschlehrer Andreas Hahn, der mit den Kindern den Deutschunterricht 4.0 voranbrachteIMG 1685Und täglich grüßt der Unterricht. Der Schreibtisch wird vormittags zur Schulbank umfunktioniert.

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