Wenn man solche Sätze im Zusammenhang mit Schimmel und Bakterien hört, weiß man, dass man in den Händen eines echten Mikrobiologen gelandet ist, der seine Arbeit liebt.
Genauso wie Herr Müller, der Laborleiter der Firma Aqua Control aus Konradsreuth, die wir, acht Schüler der Q11 mit unserer Lehrerin Frau Brückner – Reinisch, im Rahmen des Biologisch – Chemischen Praktikums besuchen durften.

Die Firma, die als kleiner Drei – Mann - Betrieb in einer umgebauten Privatwohnung gegründet wurde, untersucht Wasser- und Lebensmittelproben auf Krankheitserreger. Da sie dabei mit pathogenen Mikroorganismen der Gefahrenstufe 2 arbeitet, müssen wir vor dem Betreten der Laborräume Schutzkittel anziehen. Die Organismen dieser Stufe sind zwar keine allgemeine Gefahr für die Menschheit, könnten bei einer Infektion allerdings trotzdem schwere Krankheiten auslösen.
Bei einer Führung durch die Laborräume wird uns schnell klar, warum all diese Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen.
Zwar sehen die bunt angefärbten Bakterien auf ihren verschiedenfarbigen Nährböden wunderschön aus, sie sind aber trotzdem kein erstrebenswertes Ziel bei der Analyse der Wasserproben. Deshalb muss von Beginn an absolut steril gearbeitet werden, um keine fremden Mikroorganismen auf die Nährböden zu bringen.
Die Wasserproben werden jeweils auf verschiedene Bakterien überprüft, indem sie auf speziellen Nährböden ausgestrichen werden. Diese enthalten neben Agar-Agar verschiedene Nähr- und Hemmstoffe, um nur einen bestimmten Mikroorganismus zu kultivieren. Somit kann bereits bei der ersten Inkubation nach den verschiedenen Arten selektiert werden.

Nach der folgenden Bebrütung sollten für eine einwandfreie Wasserqualität eigentlich keine Bakterienkulturen auf den Agarplatten entstehen. Ist dies dennoch der Fall, muss die Anzahl der Organismen durch manuelles Zählen ermittelt werden.

Der letzte Raum, der Teile des ehemaligen Chemielabors enthält, das Herr Müller leider aufgeben musste, bietet heute die Möglichkeit, sterile Nährböden selbst herzustellen, bzw. die Bakterienkulturen zu vernichten.
Da aufgrund der zunehmenden Gefahr durch resistente Bakterienstämme und aggressivere Bakterienarten die Vorschriften zur Herstellung von Nährböden verschärft wurden, stellen die Untersuchungslabore heutzutage allerdings kaum noch selbst Nährböden her.
Die heute untersuchte Probe zeigt zum Glück keine Anzeichen auf Legionellen, sodass wir nach einem interessanten Besuch beruhigt nach Hause fahren können.
Das Wasser des Schiller – Gymnasiums wird übrigens nicht von Aqua Control untersucht. Somit bleibt uns nur zu hoffen, dass andere Firmen genauso sorgfältig arbeiten, wie das Team von Herrn Müller…
Luisa Zach, Q 11

Anmelden

Einloggen

Username *
Password *
an mich erinnern
Go to top

©2014-2017, Schiller-Gymnasium Hof, Schillerstraße 38, 95028 Hof, 09281/72640 — KontaktImpressum