LogoBereits zum wiederholten Male ist das Schiller-Gymnasium in diesen Tagen der Ausrichter der Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“. Das gleichnamige P-Seminar, unter der Leitung von Oberstudienrätin Petra Preußner, hat die Aula der Schule in einen Spielplatz für kleine und große Mathematiker verwandelt.

Und auch das Treppenhaus der Schule wurde mit einbezogen. Hier wurde, von zwei Schülern des Kurses eigens gebaut, ein Foucaultsches Pendel aufgehängt. Ein rund 14 Kilo schweres Gewicht, hängt an einem etwa 14 Meter langen Seil. Weder das Gewicht noch das Seil, können von Schülern erreicht und damit angestoßen werden. Das Pendel wird nun kontrolliert in Schwingung versetzt und irgendwann verändert sich dann die Schwingungsrichtung, es beginnt eine leichte Rotation. Der Grund: die Erdrotation. Was 1851 den französischen Physiker Léon Foucault diente, die Erdrotation zu beweisen, ist für die Matheausstellung gerade gut genug.
„Die einzelnen Stationen geben Schülern die Möglichkeit, sich spielerisch mit Mathematik zu befassen“, so Kursleiterin Petra Preußner. „Oft kommen die Kinder total begeistert zu uns und fragen, was denn die einzelnen Stationen überhaupt mit Mathematik zu tun haben, weil sie doch Spaß machen.“ Ja, es ist kein Widerspruch. Und ebendiese Herangehensweise ist es, warum mit der Ausstellung ein ganz bestimmtes Publikum angesprochen werden soll: Grundschulen. Alle Grundschulen aus Stadt und Landkreis Hof sind eingeladen worden, die Ausstellung zu besuchen - und fast alle sind der Einladung gefolgt. Im 90-Minuten-Takt kommen jeweils zwei Klassen und dürfen sich an Soma-Würfel, dem Turm von Ionah, Architecto oder - auf gut fränkisch - der Station „Pferch“ ausprobieren. Viele der Stationen basieren auf der Grundlage des "Mathematikums" in Gießen, welches nach einer Vision des Mathematikprofessors Dr. Albrecht Beutelspacher errichtet wurde. Andere Stationen wurden, wie zum Beispiel das Foucaultsches Pendel, selbst gebaut.
Die Schwierigkeitsgrade der Aufgaben variieren dabei auch: muss man zum Beispiel beim interaktiven Kahoot!-Quiz, an welchem die Schüler natürlich über ausgelegte Tablets teilnehmen, Fragen wie „Ein Apfel kostet 40 Cent. Wie viel kosten vier Äpfel?“ beantworten, so geht es beim „Pferch“ darum, möglichst viele Bausteine durch geschicktes Schlichten in einen vorgegeben Raum zu bringen. Scheitern ist dabei nicht möglich. Und irgendwie kommen vor allem die Grundschüler immer zur richtigen Lösung. „Man merkt, dass die jungen Schüler sehr unbedarft an die Stationen herangehen. Sie probieren aus und fassen an und dieser Forschergeist ist es, was durch die Ausstellung angesprochen und geweckt werden soll“, so Preußner. Das P-Seminar „Mathematik zum Anfassen“ ist bei der Ausstellung auch mit dabei - und auch sie basteln und knobeln immer wieder aufs Neue. Denn egal wie alt man ist - Mathematik kann zeitlos Spaß machen.

Pautsch

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