ArtBeatWBM PlatzhalterAm 16. Dezember stand ich mit der Klasse 8e und Herrn Schumann früh morgens in aller Frische am Busbahnhof. Nach einem kleinen Plausch über Dr. Strange und andere Comicsuperhelden, die auch einmal Behinderungen hatten – das ist nämlich unser Thema: "Behinderung", aber nicht in Zusammenhang mit Comics, sondern mit Kunst – waren wir alle schnell am TPZ angelangt.
(Wir sind natürlich mit dem Bus gefahren und nicht geflogen.)

 


 In einem Klassenzimmer wurden wir von Schülern des TPZ, der Klasse von Frau Mai, willkommen geheißen. Die 8e wurde mit den anderen Schülern in Gruppen aufgeteilt. Als Einführung gab es eine kleine Kunstauffrischung von Herrn Schumann, der einfach mal seinen schicken Schal angepinselt hat. Es ging dabei aber nicht darum seinen Schal als Kunstwerk zu versteigern, sondern um das, was er geschaffen hatte: Ein Combine. Eine Kombination aus Alltagsgegenstand und Bild, erfunden von Robert Rauschenberg.

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 Die Schüler sollten jetzt aber nicht Herr Schumanns Hab und Gut bepinseln, das wäre zwar lustig gewesen, sondern mit Holzplatten und Balken, mit denen sie sich kreativ beschäftigen sollten, arbeiten. Mit Modellen aus Papier erstellte jede Gruppe ihr Wunschobjekt. Natürlich gab es bei der Zusammenarbeit am Anfang komische Blicke, da manche nicht so recht wussten, wie sie mit der Situation umgehen sollten, mit Behinderten zu arbeiten, aber nach einer nicht mal langen Zeit lockerte sich zu meiner Freunde und meinem Erstaunen die Stimmung enorm und die 8e hatte keine Probleme mit den behinderten Schülern zu interagieren.

ArtBeat03In der Mittagspause nach dem Modellbau wurde die Stimmung noch ausgelassener, was mich einfach sehr beruhigte. Gespannt wurden Fragen gestellt wie der Schulalltag am TPZ so sei und wie man seine Freizeit gestaltete. Außerdem hatten zwei Schülerinnen noch Plätzchen und Muffins zur Freude aller dabei. Nach der kleinen Stärkung ging‘s dann endlich mit Frau Brandmüller, einer Lehrerin, die für den kreativen Werkunterricht zuständig ist, in die Werkstatt. Sie erklärte den dann mit Schutzkleidung gerüsteten Schülern, wie sie am besten vorgehen sollten. Dann wurde lange wie verrückt gewerkelt und die Kunstobjekte nahmen langsam Form an. Fertig sind sie noch nicht, einer gemeinsamen Fortsetzung steht jedoch nichts im Wege. Zwei Statements von TPZ-Schülern: "Ich finde Kunst ab jetzt doch gut" und "Is voll cool mit den fremden Leuten." 

 


Lesen Sie bei Interesse auch den Artikel zum Auftakt dieser Kooperation.

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