EW-Logo-iconWir berichteten bereits im Sommer über den großartigen Erfolg unseres Abiturienten Nicola Leroy. Damit war die Geschichte vom 52. Europäischen Wettbewerb am Schiller aber noch nicht zu Ende erzählt.

Erst nachträglich konnten die Schülerinnnen Antonia Hanoglu, Vanessa Schröder und Emily Hahn (ehemalige Klasse 5 b) für einen Landessieg geehrt werden und einen Buchpreis in Empfang nehmen, weil die Unterlagen von der Jury versehentlich an ein anderes Gymnasium weitergeleitet worden waren.

berlin1 bea610Unser Bundessieger Nicola Leroy (ehemalige Q 12) wurde im Juli nicht nur bei der Preisverleihung auf oberfränkischer Ebene in Lichtenfels besonders geehrt, sondern war auch zusammen mit Frau Charbonnel als Betreuerin des Wettbewerbs nach Berlin eingeladen, wo in einer Ausstellung in der Vertretung des Landes Bremen die Siegerarbeiten dem Publikum präsentiert wurden.

Anfang September durfte Nicola dann als Teilnehmer an einem Europa-Seminar eine einwöchige Reise nach Straßburg antreten. Über diese Reise kann er einiges erzählen:

Aufgrund meiner erfolgreichen Teilnahme am EW 2015 zur Sonderaufgabe „Krieg und Frieden in Europa“ wurde ich von der Friedrich-Ebert Stiftung zu einem viertägigen Europa-Seminar nach Straßburg eingeladen. Zu Beginn der Veranstaltung wurden wir u.a. in die Arbeit der FES und der politischen Institutionen Europas eingeführt und auf den anstehenden KZ-Besuch am nächsten Tag vorbereitet. Am Abend hatten wir Gelegenheit unsere Wettbewerbsbeiträge vorzustellen und einen Einblick in die Projekte der anderen Teilnehmer zu bekommen. Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg, das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof zu besichtigen. Dort angekommen besuchten wir das Gelände, sowie eine Ausstellung zur Geschichte des Lagers und bekamen einen interessanten Vortrag unseres begleitenden Historikers. An diesem Nachmittag stand ebenfalls noch eine Bootsrundfahrt durch Straßburg, sowie ein Abendessen im traditionellen Stadtviertel „La petite France“ auf dem Programm. Der dritte Tag unseres Seminars widmete sich ganz dem politischen Europa. So besuchten wir die europäischen Institutionen mit Sitz in Straßburg, das Europäische Parlament, den Europarat und den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Im Europäischen Parlament führten wir zuerst eine Diskussion mit dem Abgeordneten MdEP Jens Geier zur aktuellen Flüchtlingssituation und zur Bedeutung des politischen Europas und besuchten danach eine Plenarsitzung, in der über die Rede des EU-Kommissionspräsidenten Juncker debattiert wurde. Auch in die Arbeit des Europarates und des europäischen Menschengerichtshofes wurden wir an diesem Tag eingeführt und bekamen Kenntnisse über deren politische Zusammenarbeit übermittelt. Am letzten Tag stand die deutsch-französische Medienkooperation beim Sender ARTE auf dem Programm. Hierzu bekamen wir eine Führung durch das Gebäude und die Studios des Senders und wurden auf die politische Bedeutung dieses bilateralen Projektes aufmerksam gemacht. Auch das Thema der Sonderaufgabe des 62. EW „Krieg und Frieden“ stand hierbei auf dem Programm und unterstrich die Arbeit des Senders ARTE bei der Wiederversöhnung Deutschlands und Frankreichs nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach einer anschließenden Evaluierung war das Europa-Seminar leider schon vorbei und wir mussten wieder die Heimreise antreten.

Mein Fazit zu dieser Preisträgerbegegnung fällt sehr positiv aus. Das Programm war sehr gut zusammengestellt und organisiert. Mich haben besonders die politischen Institutionen interessiert und durch das Seminar habe ich einen noch fundierteren Einblick in die Politik Europas bekommen. Auch der Besuch des KZs und des Senders ARTE sind sehr passend zur Sonderaufgabe der Preisträger ausgewählt worden und haben meine historisch-politischen Kenntnisse erweitert. Auch das Zusammentreffen mit anderen Preisträgern und der gegenseitige Austausch zu den jeweiligen Wettbewerbsbeiträgen war sehr wichtig für den Zusammenhalt der Gruppe und hat ein sehr positives Klima während des gesamten Seminars entstehen lassen. Abschließend kann ich sagen, dass ich sehr froh und stolz bin, aufgrund meines Sieges beim 62. EW von der FES nach Straßburg einladen worden zu sein.

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