hss iconWas bedeutet Rhetorik? Rhetorik bedeutet diskutieren und debattieren, argumentieren und analysieren. Rhetorik heißt Expertise und Authentizität zeigen, Informationen kompaktifizieren. Es bedeutet emotional, pragmatisch, bildhaft, aber nicht abstrakt argumentieren und sloganartig formulieren. Stilmittel verwenden: Homoioteleutons, Einwandsvorwegnahmen, Tautologien, Euphemismen ... und somit kommunikative Dialektik beweisen. Nonverbale Fähigkeiten nutzen, Suggestivfragen stellen. Feindbilder schüren, innere Stringenz beweisen, topikalisieren und immer pathetisch bleiben. Verschiedene Strategien nutzen. Faktisch, emotional, taktisch und ethisch-moralisch argumentieren oder von der Plausibilitätsargumentation Gebrauch machen und somit nicht inferior, sondern superior eine Hommage an den Zuhörer würdigen.

Wer das nicht versteht, sollte bei Frau Dr. Cornelia Wolfgruber ein Rhetorikseminar besuchen. Dies durften Annika Grottenmüller (Q11) und Corinna Vogel (Q11) vom 27. bis zum 29. November im Kloster Banz erlernen. Mit ausreichend Versorgung von Nutella und Kaffee und einer Portion Schlaf starteten die beiden im Seminar durch und hielten Reden, die eigentlich nur zwei Minuten dauerten, aber 30 Minuten Vorbereitung brauchten. Es wurden zwei Diskussionsrunden geführt, ob man die Todesstrafe in Ausnahmefällen einführen sollte. Am Ende war nur noch der Teilnehmer, der den Staat repräsentierte dafür.

IMG 20161215 WA0022 bea600webDoch eine Rede verlangt nicht nur Rhetorik, sondern auch Standpunkt, denn eine dauerhafte Lösung schafft Sicherheit und ein Stein bleibt Stein, egal, wer ihn wirft. Außerdem sollte man die unsichtbare Kraft der Geduld nutzen um zu fragen, denn wer fragt, führt. Der Mensch in uns denkt und das Reptil in uns lenkt und unsere Stimme macht die Stimmung. Man sollte Gnade walten lassen, denn wer will schon einen Schritt zurück machen? Es gilt also Stärke zu beweisen, denn es liegt an uns, zu beweisen, dass wir aus den Fehlern der Menschheit gelernt haben. Und handelt man emotional, handelt man vorschnell und das gilt es, aufs Höchste zu vermeiden. Der Staat macht sich zum Instrument von persönlichen Gefühlen und man gibt ihm die Chance, zu polarisieren, zu radikalisieren.

Spätestens jetzt sollten sich Fragezeichen über dem Kopf gebildet haben. Ein Grund mehr, um verstehen zu wollen und bei einem Rhetorikseminar seine Deutschkenntnisse erleuchten zu lassen.

Kurz gesagt haben die beiden gelernt, richtig zu argumentieren, Stilmittel einzusetzen, Mimik und Gestik zu nutzen, und bei all dem noch frei und standhaft zu bleiben. Wer das kann, der hat die Politikkarriere schon in seiner Tasche. (Und die guten Noten in Deutsch)



 

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