Bionik, lateinisches Rechtsverständnis, Sonnenfinsternis oder doch lieber Food watch?

Wie wird Nanotechnologie in Zukunft unser Leben verändern? Diese Frage stellten sich die rund 400 Teilnehmer der Begabtenseminare aus ganz Oberfranken. Die Schüler wurden zusammen mit ihren Kursleitern von der MB-Dienststelle Oberfranken zum sogenannten „Großen Tag der Begabtenförderung“ nach Bayreuth eingeladen, wo sie zum einen die Ergebnisse ihrer Seminare in verschiedener Form präsentieren und zum anderen interessegeleitet an verschiedenen Workshops teilnehmen konnten.

Der Ministerialbeauftragte Herr Dr. Edmund Neubauer lobte in seiner Ansprache zunächst das nun bereits seit mehreren Jahren bestehende Konzept der Begabtenförderung und betonte, dass mittlerweile 33 oberfränkische Gymnasien daran beteiligt sind.

Im Anschluss daran hörten die Schüler einen Fachvortrag von Dr. Thomas Thalhammer, der seit 20 Jahren auf dem Gebiet der Nanotechnologie forscht. In diesem sehr anschaulich gestalteten und schülergerechten Fachvortrag, der aber dennoch den hohen Ansprüchen eines wissenschaftlichen Vortrags gerecht wurde, erklärte der Referent zunächst die Grundlagen der Nanotechnologie und zeigte anschließend auf anschauliche Weise die Anwendungsgebiete und Chancen dieser modernen Technologie im medizinischen Bereich auf. Die naturwissenschaftlich interessierten Schüler stellten im Anschluss daran viele Fragen, sodass sich der Referent von den fundierten biologisch-chemischen Fachkenntnissen der Schüler beeindruckt zeigte.

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Nach einer kurzen Pause folgte die Präsentation der Arbeit von vier ausgewählten Begabtenseminaren, die im Schuljahr 2014/15 an den verschiedenen Gymnasien abgehalten wurden. Dabei zeigte sich, dass die Seminare in Bezug auf die Fächer- und Themenwahl sehr vielfältig waren. So beleuchtete das Latein-Seminar die Rechtslage im alten Rom anhand ausgewählter Texte, die Astrophysiker beschäftigten sich mit der Sonnenfinsternis, das Bionik-Seminar zeigte, wie sich die Technik von der Natur inspirieren lässt und im Rahmen eines Chemie-Seminars wurden die Inhaltsstoffe verschiedener Cola-Getränke analysiert. Alle anderen Seminare wurden in Form einer Poster-Ausstellung präsentiert, die die Schüler als „Gallery-walk“ erleben konnten. Da die Schüler auch an Seminaren anderer Schulen teilnehmen können, fanden sie dabei durchaus Anregungen für ihre Teilnahme an einem Seminar einer anderen Schule im nächsten Schuljahr. Nach der Mittagspause begann die Workshop-Phase. Die Schüler hatten dabei die Wahl zwischen interessanten Angeboten, die sowohl sprachliche, geisteswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Bereiche abdeckten: Ob „Kraftstoffe der Zukunft“, „Das Internet der Energie – Wie Computer die Energiewende unterstützen“ oder „Philosophie: Was kann ich wissen? Was soll ich tun?“. Oder doch lieber „Arabisch lernen in 90 Minuten?“ - die Schüler hatten die Qual der Wahl!

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Auch die Lehrkräfte, Herr Burghardt, Frau Wirth und Frau Bürgel, die ihre Begabtenseminare an diesem Tag begleiteten, erhielten am Nachmittag eine Fortbildung zum Thema „Förderung besonders begabter Schüler“. Am Ende eines informativen und vom Austausch mit anderen Teilnehmern geprägten Seminartags fuhren die Schüler und Lehrer mit dem Gefühl der Vorfreude auf spannende Seminarangebote im nächsten Schuljahr nach Hause.

 

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