bond motivationWie können wir uns, wie können wir unsere Kinder und Jugendlichen in einer sich immer schneller drehenden Zeitspirale motivieren? Wie uns und die uns Anvertrauten leistungsstark und glücklich machen?

Zu diesem hochspannenden und hochaktuellen Thema referierte Prof.Dr. Michaela Brohm-Badry, eine der bekanntesten deutschen Motivationsforscherinnen, am 8.11. 2019 im Schiller-Gymnasium vor Eltern, Schülern und Lehrern. Sie ist Professorin für Empirische Lehr-Lern-Forschung sowie Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier sowie Präsidentin der „Deutschen Gesellschaft für Positiv-Psychologische Forschung" (DGPPF), Bloggerin auf Spektrum der Wissenschaft und Kolumnistin der WirtschaftsWoche.
Die am vorvergangenen Freitagabend sehr gut besuchte Aula zeigte, wie wichtig und relevant gerade das Gebiet der Leistungsmotivation ist - stimmig ist dabei auch, dass es sich bei dem Vortrag um eine Kooperationsveranstaltung der drei Hofer Gymnasien handelte, eint doch alle das gleiche Ziel: der Entwicklungserfolg.
Prof. Brohm-Badry, die auf höchstem Niveau referierte, informierte und aber auch unterhielt, machte anhand eindrucksvoller Beispiele deutlich, dass nur durch Offenheit des Geistes, einhergehend mit einer Risikobereitschaft, Neues zu wagen, Entwicklungsfortschritte stattfinden – wohlgemerkt “Risikobereitschaft”, denn, so Brohm-Badry: “Waghalsigkeit korreliert mit Doofheit”. Gleichzeitigkeit muss dem Handeln Sinn verliehen werden, denn nur so kann eine Grundspannung hin zum anvisierten Ziel erfolgen – das stets eine angemessene Herausforderung darstellen sollte. Dabei sind nicht nur das Anfangen und das Durchhalten entscheidend; das Abschließen selbst führt zur Ausschüttung des “Glückshormons” Serotonin. Doch wie ermutigen wir unsere Kinder, Jugendliche und uns selbst hierzu? Die Forscherin betonte in diesem Zusammenhang immer wieder, wie grundlegend eine positive Lernhaltung ist, gepaart mit positiven, energetisierenden Beziehungen. Auch ein Scheitern ist erlaubt, denn auch dann kann man lernen und neue Strategien entwickeln.
Eine zentrale Emotion ist in diesem Kontext die Hoffnung – sie lässt uns immer wieder neu anfangen. Und: Emtionen sind ansteckend, in beide Richtungen gleichermaßen. Ein “Wir schaffen das!” ist demnach eines der stärksten motivierenden Antriebsmodule, um in einen “Flow” zu gelangen. Wird dies als authentisch und empathisch wahrgenommen, so verstärkt sich das positive Gefühl des Lernenden, es kommt zu einem Aufblühen, zu “aufschießenden Erfolgsspiralen”.
Die Leidenschaftlichkeit von Prof. Brohm-Badry war dabei selbst packendes Beispiel dafür, wie wirksam diese Haltung ist.

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