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Am 24. September 2014 erlebten die Lateinschülerinnen und -schüler der 6., 7. und 9. Jahrgangsstufe am Schiller-Gymnasium eine ungewöhnliche Unterrichtseinheit: Ein Archäologe gab ihnen einen Einblick in das Leben römischer Legionäre.

Josef Geisberger, Magisterstudent an der Universität Regensburg und Mitglied der Gruppe "Monumentum Vividum", ließ die Schülerinnen und Schüler unmittelbar an den Erkenntnissen der experimentellen Archäologie teilhaben.

Wie Schülerinnen und Schüler das Ereignis erlebten, lesen Sie hier in den Berichten von Johanna Knechtel, Felix Fleßa (beide Kl. 6b) und Cedric Friedel (Kl. 9a):

 

Die römischen Legionäre

Am Mittwoch, dem 24.09.2014 kam Herr Geisberger, ein ehemaliger Student der experimentellen Archäologie der Regensburger Universität an das Schiller-Gymnasium in Hof und informierte die Schüler der 6. 7. und 9. Jahrgangsstufe über das Militärwesen des römischen Reiches. Nach einer Begrüßung auf Lateinisch erklärte er die Ausdehnung (vom Schwarzen Meer bis zum Atlantik und von Britannien bis Afrika) des römischen Reiches. Er erzählte, wie man Legionär wurde und was ein Legionär verdiente: Man bekam eine Rüstung, die man im Laufe des Lebens abbezahlen musste. Wenn ein Legionär ausgedient hatte, so erhielt er, - sozusagen als „Rente"-, ein Stück Land, meist von einem Gebiet, das in
seiner Dienstzeit erobert worden war. Deswegen war der Beruf „Legionär" sehr beliebt. Die Legionäre wurden in Kastellen untergebracht, wo sie unterrichtet wurden. Bei ihren Märschen während ihrer Einsätze lebten sie in Zeltgemeinschaften, wo sich 8 Personen eine sehr kleine Fläche teilen mussten. Die Soldaten trugen Schuhe, die mit Eisennoppen besohlt waren. Auch hatten sie Kettenhemden und bemalte Schilde. Mit dieser Ausrüstung kämpften sie erfolgreich gegen ihre Gegner, - die Kelten, Germanen, Gallier und Karthager. Alles in allem war es ein lehrreicher Vormittag für die Klassen. Vielen Dank an Herrn Geisberger!

Johanna Knechtel und Felix Fleßa, Kl. 6b

 

Am "Schiller" sind die Römer los

HOF – Gespannt saßen die Lateinschüler der sechsten, siebten und neunten Jahrgangsstufe des Schiller-Gymnasiums in der Aula. Denn unter dem Motto „Geschichte erleben" kam der römische Legionär "Julius", - alias Josef Geisberger, ehemaliger Archäologiestudent und Mitglied der Gruppe "Monumentum Vividum" aus Regensburg-, an ihre Schule, um ihnen das Leben als Soldat des Imperium Romanum ein Stückchen näher zu bringen.

Und er wusste Interessantes zu erzählen: Es gab in der Antike viele Männer aus dem einfachen Volk, die Legionär werden wollten, um ihren Lebensunterhalt und vor allem ihre Altersversorgung gewährleistet zu wissen. Der erste Schritt bestand darin die Musterung, genannt Probatio, zu bestehen. Dafür musste man natürlich das römische Bürgerrrecht besitzen und wurde auf körperliche Eignung und sogar Bildung getestet. Denn ein ungebildeter Römer war kein wünschenswertes Mitglied der Armee. Wenn die Probatio bestanden war, ging es an die Ausrüstung. Diese durften die Hofer Gymnasiasten auch selbst anprobieren: einen Helm aus Stahl, ein Kettenhemd aus 16.000 Ringen und ein Paar Stiefel mit Nägeln an der Sohle. Als Waffen dienten Speere, Kurz- und Langschwerter, zur Verteidigung ein aus vielen Holzschichten gefertigter Schild.
Aus den vielen Freiwilligen wählte "Julius" jeweils vier Schüler/innen aus, um sie als römische Soldaten einzukleiden. Schon war die kleine Schiller-Armee der Möchtegern-Legionäre bereit zu kämpfen. Durch die Befehle „Pugnate!" (= Kämpft!) oder auch „Testudo!" (= Schildkröten-Formation) wurden sie unter den Augen ihrer belustigten Mitschüler vom Befehlsherren geleitet.

„Mir hat es gefallen, praxisnahen Unterricht zu machen.", meinte Laurens Ohl, ein Schüler der Klasse 9a, und er hätte gerne noch mehr über die Kampfstrategien der Römer erfahren.

Cedric Friedel, Klasse 9a

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