HofNext52

 

… gut wäre es freilich, wenn Frau und Kind nach Australien nachkommen würden; um es sich ebenfalls mit dem Erlös aus einem veritablen Bankbetrug gut gehen zu lassen. Tun sie aber nicht. Und plötzlich schmeckt der Champagner etwas fade …

 

Wirklich so gewesen ist das, wie der Regisseur den beiden Filmseminaren in unserem Haus gestern versicherte. Er hat die Geschichte ausgegraben, um einen jungen Bankangestellten, der in den 80ern seine Nächte in einem Rocker-Club verbracht hat, um dort festzustellen, dass er lieber nicht mehr berufstätig wäre. Über unregelmäßig entwertete Dividenden-Scheine und ein Nummernkonto geht sein Plan auf. Zum Schluss aber steht sie im Raum, die wichtigste Frage im Leben: Geld oder Liebe?

COUP Poster Kopie

Aus den Interviews des geständigen Täters hat Sven. O. Hill seinen ersten Film „COUP“ konstruiert und so im verganenen Herbst auf den Internationalen Hofer Filmtagen den Förderpreis gewonnen. Die Mixtur aus Spielfilm, dokumentarischen Interviews, Fotodokumenten und Zeichentrick sorgt für ein Maß an Originalität, das Schüler-Fragen aufwirft. Zur Auswahl der Geschichte, zur dramaturgischen Kohärenz und zum Nutzen und Schaden von chronologischen Brüchen in der Erzählung.

DSC03276 KopieThorsten Schaumann mit Sven O. Hill

Der Regisseur bewies Geduld mit der kritischen Auseinandersetzung und wurde vom Filmtage-Leiter Thorsten Schaumann in bewährter #oFNext-Manier unterstützend flankiert. Am Ende kam man so zwangsläufig auf die zweitwichtigste Frage im Leben: Wozu brauchen wir noch Kino? Im Kleinen ist die Antwort: Von diesem spektakulären Coup hätten wir ohne wohl nie erfahren.

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