HofNext WBM bEin großer Film für die Großen. Die zweite #oF Next Filmvorführung führte Max Gleschinski an unsere Schule. Sein Film „Kahlschlag“ war auf den vergangenen 52. Internationalen Hofer Filmtagen mit dem Förderpreis „Neues Deutsches Kino“ prämiert worden.

Martin und Eric sind beide mit Frenni befreundet. Sie entscheidet sich eines Tages für Martin und Eric verschwindet von der Bildfläche. Als er drei Jahre später noch ein letztes Mal mit Martin an den See fahren will, enfalten sich dunkle Geheimnisse, die einen selbstzerstörerischen Kreislauf in Gang setzen …

 

Unsere Zielgruppe war in Übereinstimmung mit dem Leitfaden für Jugendmedienschutz von ARD und ZDF auf 16 Jahren und darüber beschränkt worden. Kommt da jemand? Max Gleschinski: „Die Anzahl der anwesenden Zuschauer spielt für mich keine Rolle. Ich fände es nach wie vor toll, KAHLSCHLAG vor Schülern 16+ zu zeigen.“ Und das geht eben nur mit #oF Next am Schiller.

 

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15 Zuschauer haben sich nicht schrecken lassen; sind stattdessen der Einladung gefolgt und bekamen eine raffinierte antichronologische Erzählung zu sehen, die mit zunehmender Spieldauer allerlei Pikantes bereithält. So nahm es nicht Wunder, dass den Organisatoren im Vorfeld von außen auch Unverständnis entgegengebracht wurde. „Toller Film. Aber an einer Schule? All diese Gewalt?“

Gegenfrage: Wenn nicht an eine Schule, wohin dann damit? In Videospiele? Ins Internet? In den „Tatort“? Überall dort hin, wo sie verharmlost oder gar verherrlicht wird? Wo sie Hemmschwellen senkt? Wo sie uns permanent als naheliegender Bestandteil unseres sozialen Miteinanders empfohlen wird?

Dann doch lieber KAHLSCHLAG für die zehnten Klassen und die Oberstufe, die ihren Kunstlehrer mit dutzenden Fragen an den Regisseur überrascht haben, in denen teils messerscharf analysiert und auf der Metaebene reflektiert wurde. Der dramaturgische Nutzwert einzelner Szenen und die poetische Bedeutung von subtilen Symbolen wurde mit großem Interesse diskutiert.

Zum Schluss war uns wahrscheinlich allen klar, dass es diese Gewaltdarstellung braucht; die bis zum Äußersten geht, statt bequem abzublenden; die uns nicht von den Protagonisten abschneidet, sondern wesentlich zu deren Verständnis beiträgt; die nicht legitime Äußerung von Hass sondern die unendlich bedauerliche Konsequenz aus Verzweiflung zeigt.

Max Gleschinski und Festivalleiter Thorsten Schaumann gebührt großer Dank für ihre lange Geduld mit unserer Wissbegierde. Immer wieder konnte man den beiden ansehen, dass sie das allgemeine Erstaunen teilten. Die Ahnung, dass wir hier am Schiller nicht die einzigen Profiteure aus #oF Next II waren, ließ sich wenig später bei einem Besuch auf Instagram bestätigen. Gleschinski dort: „BEST Q&A ever“.

 

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Max Gleschinski (links)

 


Der Artikel zum Auftakt von #oF Next

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