MaskenEine Konstante in den jährlichen Aufführungen des Kurses "Dramatisches Gestalten" ist das heiße Wetter, zu dem die Aufführung stattfindet. In diesem Jahr neu: Die Bühne. Das Studio des Theaters Hof sollte Schauplatz eines kurzweiligen Abends sein. Das gezeigte Genre würde man auf Netflix-Deutsch als "Dramedy" bezeichnen.

Im Rahmen der Schultheatertage 2018 bringt der Kurs "Dramatisches Gestalten" der Q11 in diesem Jahr am 3. und 4. Juli das Stück "Wir sind perfekt?", von Andreas Kroll, auf die Bühne des Studios des Theaters Hof. Der Titel schien gerade richtig für ein Schulstück - ist "Perfektion" doch das, wonach wir im Schulbetrieb fast täglich streben. Und eben diese Ironie fand man auch auf der Bühne wieder.In verschiedenen Einzelszenen nehmen sich die Schülerinnen und Schüler der Q11 immer wieder dem Thema "Perfektion" an. In der Schönheitsklinik werden die perfekten Menschen kreiert, solange bis das Gesundheitsamt kommt, und "Karl mit der kahlebn Stelle" wird sich seiner Unvollkommenheit erst bewusst, nachdem seine Frau ihn auf die kahle Stelle am Hinterkopf aufmerksam macht. Ein Moment, der perfekt für eine Intervention ist: Man(n) sagt "ja" zur Glaze. In einem kurzen Einspieler sieht man bekannte Schiller-Köpfe, die zu ihrer (teilweisen) Kahlköpfigkeit stehen. Ein perfektes Leben eines Perfektionisten, welches von einem Psychologen überwacht wird, nur um seine Imperfektion zu fördern, endet im Mord am Psychologen - jedoch nicht im perfekten Mord. Der kommt später!

Frauen regieren die perfekte Welt? Eine Welt, in der Männer an der kurzen Leine gehalten werden und alle drei Jahre gediegen ihren Geburtstag feiern dürfen. Welch' Vorstellung! Da widmet man sich schon lieber dem perfekten Date: Mit einem Rapper, mit Pistole in der Hosentasche und zahlreichen, teilweise unter Blähungen leidenden Frauen am Start. Der "Bachelor" kann einpacken. Auch wenn es danach um den perfekten Schwiegersohn geht. "Zeige doch einfach dein bestes Verhalten!", sagt die aufgebrachte Freundin, die ihre perfektionistischen Eltern erwartet. Und das tut er. Doch anstatt eines netten Abends, wird die Tocher enterbt und der Schwiegersohn in spe adoptiert. Na perfekt. Eine Bühne mit lauter Paaren und Dates, muss zwangsläufig in der perfekten Hochzeit enden. Doch so perfekt das Glück auch scheint, so schnell verblasst der Glanz des schönsten Tags im Leben auch. Nur auf der Bühne - und das ist gut so - kommt im Abschluss an die perfekte Hochzeit der perfekte Mord. Und wenn dann irgendwann keiner mehr da ist, stellst du dich der Polizei.

Abschließend kommt dann die Frage auf, wie eigentlich eine perfekte Welt wäre? Wie würden wir leben? Wie würden wir aussehen? Was würden wir tun, wenn alles "perfekt" wäre? Folglich ist die Frage "Was ist eigentlich perfekt?" auch das Schlusswort.

"Perfekt" ist auch nach dem Stück das meistgehörte Wort auf der Studiobühne des Theaters Hof. Schülerinnen, Schüler, Eltern, Lehrer, alle beglückwünschen die Schauspielerinnen und Schauspieler zu ihrer grandiosen Bühnenleistung. Was erwartet man von Schultheater? Perfekt? Nein. Denn wie wir es heute Abend gelernt haben, gibt es das nicht. Was man von der Q11 bekommt, ist ein unterhaltsamer und erfrischend - auch bei gefühlten 30 Grad im Studio - kurzweiliger Abend, bei dem man sowohl herzlich lachen als auch nachdenken kann. (Fast) perfekt! Danke an die Mitwirkenden Rana Asis, Kenya Bening, Riccardo di Lorenzo, Sebastian Ebel, Annabell Gebhardt, Lea Gruber, Oliver Habl, Sven Halter, Frederick Hermann, Dominik Jilg, Ronja Kramer, Sarah Löhner, Sophia Mergner, Johannes Nowak, Leonie Opitz, Sebastian Peschke, Patricia Prell, Sarah Reichelt, Katharina Saalfrank, Madleen Sellheim, Marcel Sellheim, Senta Seumel, Daniel Skljar, Benjamin Schaffeld, Anastasia Smirnov, Regina Vargasova, Maja Wunder und Ahmet Yildirim sowie an die Leiterin des Kurses, Andrea Bischoff!

Einige Impressionen des Abends finden Sie hier in der Galerie:

 

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