Logo SchillXmasAlle Jahre wieder ist eine der größten Kirchen Nordost-Oberfrankens bis auf den letzten Platz besetzt. So auch am vergangenen Dienstag, den 19. Dezember. Das Schiller-Gymnasium lud zum alljährlichen Adventskonzert. Die Gäste der bis zur dritten Empore gefüllten Kirche St. Michaelis sollten einen Ausflug in die staade Zeit erleben.


Traditionell wird das Konzert von der Bläserklasse der 5b in Zusammenarbeit mit den Hofer Symphonikern eröffnet. Mit „Jingle Bells“ und „Eine Melodie von Mozart“ zeigen die jüngsten Bläserinnen und Bläser des Schillers bei ihrem ersten Auftritt vor solch einem großen Publikum, dass sie nicht nur musikalisch, sondern auch als Bühnenorchester geschult werden.
In seiner kurzen Begrüßung ging Schulleiter Rainer Schmidt in diesem Jahr darauf ein, dass die „staade Zeit“, als die vorweihnachtliche im altbayerischen Raum bezeichnet wird, heutzutage alles andere als „staad“, also ruhig, ist. Umso beeindruckender ist es, laut Rainer Schmidt, dass es die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer des Schiller-Gymnasiums wieder einmal geschafft haben, ein solches Konzert auf die Beine zu stellen. In Zeiten des gesenkten Hauptes, im Rahmen der Smartphonenutzung, kehren wir an diesem Abend zurück zur Musik. Ein Gotteshaus, über 400 Mitwirkende und ein Abend der uns der „staaden Zeit“ wieder etwas näher bringt.
Ein Jahr länger als die das Konzert eröffnende 5b haben die Schülerinnen und Schüler der 6b ihre Instrumente schon in Händen. Mit „First Christmas März“ und „Here Comes Santa Claus“ zeigen sie den enormen Fortschritt, den man innerhalb eines Jahres in der Bläserklasse macht.
Zum ersten Mal an diesem Abend füllt dann der Chor der 5. Jahrgangsstufe die Kirche mit Gesang. Die Titel „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn“ und „Winter Rose“ dringen bis zur höchsten Empore der Kirche vor und füllen sie mit musikalischer Wärme.
Dann erklingt ein lange am Schiller nicht mehr gehörtes Instrument, das Akkordeon. Sophia Schaller (9Pc) und Lukas Illek (Q12) tragen das erste der „Vier kleinen Duette für zwei Tasteninstrumente“ andächtig vor.
Kurz vor Beginn des Adventskonzerts konnte man die Menschen durch die Hofer Altstadt in Richtung Michaeliskirche strömen sehen. Alle hatten gemeinsam, dass sie sich tief in ihre Mäntel hüllten und die Schals und Mützen nochmal nachzogen, als sie die Windschneise des Maxplatzes betraten.

Die wunderbaren Bilder der nachfolgenden Galerie hat Marius Mocker für uns gesammelt, vielen Dank dafür!

>>Link zu einer weiteren Galerie mit 10 Bildern der Frankenpost

Somit ist der Titel „Wintertime“, den der Chor der 6. und 7. Jahrgangsstufe, in Begleitung von Tim Schubert (Q12) am Klavier, wählt, genau richtig.
Dominik Rabstein (7b) trägt im Anschluss Theodor Storms bekannte Zeilen von „Knecht Ruprecht“ vor. Das Gedicht vom „alten Gesellen“ hat jeder der Anwesenden bestimmt schon einmal gehört oder findet zumindest die ein oder andere ihm bekannte Passage in Dominiks Ausführungen wieder.
Tim Schubert (Q12), eben noch als musikalische Begleitung am Klavier gehört, zeigt nun solistisch sein Können. Mit Robert Schumanns „Knecht Ruprecht“ greift er die Geschichte musikalisch auf und lässt jedem Zuhörer dann die Möglichkeit zu überlegen, mit welchen Worten er denn den heutigen Abend in „Ein Albumblatt“ eintragen würde.
Das Jugendblasorchester Hof in Zusammenarbeit mit den Hofer Symphonikern füllt den über 20 Meter hohen Innenraum der Kirche zunächst schwungvoll mit einem „Christmas Spiritual“, bevor sie dann zum Radio-Weihnachtshit Nummer 1 weltweit, „Last Christmas“ kommen. Eine gelungene Abwechslung zum schneeballwerfenden George Michael.
Benedikt Schneider (9Pe) lässt dann auch das letzte Gemurmel im Raum verstummen. Filigran verzaubert er die Zuhörer auf seiner Klarinette mit „Jesus bleibet meine Freude“ aus der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ von Johann Sebastian Bach.
Mit „Ancient Echoes of Time“ trägt dann das Schulorchester seinen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung in der Kirche St. Michaelis bei. Bilder von endlosen Schneelandschaften, über die man rasend schnell hinweggleitet, bauen sich vor dem inneren Auge auf.
Man kommt nicht umher ihnen entgegenzufiebern: dem Ensemble „Röschpekt!“ Beim Blick ins Programmheft, auch in diesem Jahr wieder von StR Sebastian Schumann, nach Verwendung eines Schulhaus-Modells von Alena Bilgin und Luisa Klotz, gestaltet, liest man „Maria durch ein Dornwald ging“, „Mariä Wiegenlied“ und „Lullaby“. Doch auch wenn sie aus dem Telefonbuch singen würden, wäre es ein Höchstgenuss. Die musikalische Gesamtheit und Finesse, mit der sie jeden einzelnen Ton in ihrer eigenen Art und Weise interpretieren, verdient jedes Mal wieder höchste Anerkennung.
Mehrfach ausgezeichnet ist auch der nächste Künstler. Daniel Schreivogel (Q12), ein weit über die Grenzen der Region hinaus bekannter Gitarrist, entsendet das Publikum auf eine weihnachtliche Reise nach Südamerika und bringt ihnen den Winter in Buenos Aires näher: „Invierno Porteño“.
„Unto us“, von Bill Readdy, wurde von Nicole Rösch neu arrangiert und ihrem Schulchor damit auf den Leib geschrieben. Man sieht Schneeflocken tanzen, Winterbäche murmeln, Bilder, die einem nun tatsächlich in die „staade Zeit“ versetzen, die wir heutzutage oft so vermissen.
Bei „Puerto Rico“ denkt man im Jahr 2017 vielleicht eher an durch einen Hurrikan verwüstete Häuser und Strände als an ein traditionelles Weihnachtslied. Bei „A la Media Noche“ verzaubern Lisa Seidel (9a), Luzie Markstein (9Pe) erneut mit ihrem Sologesang und Johanna Trzcielinski (9c), Lena Zettl (9Pe), Samuel Pohl (Q12) und Johannes Wolfrum (Q12) legen die instrumentelle Untermalung am Schlagwerk darunter. Weihnachten in der Karibik, auch in der schon gut gewärmten Kirche steigt die Temperatur an.
Sei es „Brass & Beat“ oder das Sommerkonzert, das Symphonische Blasorchester Hof in Zusammenarbeit mit den Hofer Symphonikern ist ein Highlight eines jeden Schiller-Konzerts. Mit „Adiemus“, dem Musikprojekt des walisischen Komponisten von Karl Jenkins, setzen sie einen gewaltigen musikalischen Akzent. Das Lied, auch bekannt aus der Werbung, versprüht musikalische Funken im ganzen Raum. Und mit „A Rockin‘ Christmas“ kommt dann noch die Portion Swing und Groove mit ins Konzert.
Über 400 Mitwirkende waren es auch in diesem Jahr wieder - und beim abschließenden Stück „We Wish You an English Christmas“, arrangiert von Peter Lawrence, zeigen Symphonisches Blasorchester und Schiller-Chor, also alle Sängerinnen und Sänger von 5. bis 12. Klasse, nochmal die geballte musikalische Größe des Schiller-Gymnasiums. Ben Schlegl (6b) und Lukas Illek (Q12) als Solisten geben dem Ganzen noch den letzten Schliff.
All die musikalischen Darbietungen wären ohne die Mithilfe zahlreicher Lehrkräfte so nicht umsetzbar gewesen. Ein Dank also an Rüdiger Arlt, Slawek Dudar, Benjamin Sebald, Rainer Streit, Harald Oeler, Gudrun Spatschek, Benedikt Schneider, Ewa-Margareta Cyran sowie den beiden musikalischen Größen des Schiller-Gymnasiums, StR Adrian Stieglitz und StRin Nicole Rösch.
Damit die Musik an diesem Abend auch den letzten Platz der Kirche erfüllen konnte, verdanken wir dem großartigen Technikteam des Schiller-Gymnasiums, unter der Leitung von OStR Stefan Bäumler und StR Bastian Burghardt. Zusammen mit Erik Spörl (7f), Henrik Haasler (8c), Tobias Meister (8e), Albert Flat, Nils Kolodzyck, David Schatz (alle 9e), Julius Zapf (10a), Mai Nguyen (Q11) Luca Dietmann (Q11) und Andreas Waldhütter (Q12) schaffen sie es bei jedem Auftritt unser Musikerinnen und Musiker, diese in Ton und Licht perfekt in Szene zu setzen.
Ein kurzweiliges Konzert geht zu Ende und obwohl es neben leisen auch laute Töne gegeben hat, sind wir wenigstens für die knapp 120 Minuten der „staaden Zeit“ etwas näher gekommen.
Fröhliche Weihnachten, genießen Sie die „staade Zeit“!

 

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