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Es ist ein schmaler Grad zwischen Selbstbeweihräucherung und dem Zugeständnis an wahre Perfektion. Am Dienstag Abend durften wir im Großen Haus der Freiheitshalle in Letzterer schwelgen. Eine tongewaltige Darbietung geballten musikalischen Könnens, bei dem Neuzuhörer erstaunt den Kopf schüttelten und sagten: "Das ist doch kein Schulkonzert!"

Was Beatrice Egli, Howard Carpendale und Sido erst einmal schaffen müssen, war für das Schiller-Gymnasium kein Problem. Vor knapp 2.500 Zuschauern feierte die Schulfamilie ein Sommerkonzert der Spitzenklasse, im gefüllten Großen Haus der Freiheitshalle.

Fünfte Klassen auch in diesem Jahr die "besten Newcomer"

Obwohl die Schüler der Bläserklasse der 5b seit noch nicht einmal einem Jahr ihre Instrumente erlernen, hatten sie mit die meisten Blitzlichter der stolzen Eltern. Mit dem "Carnival in Rio" und "Mamma Mia" groovten die Jungmusiker die Bühne schon mal auf Betriebstemperatur.

Der Chor der 5. Jahrgangsstufe nahm die Wärme auf und swingte mit "I got the Sun in the Morning" Klänge aus "Annie get your gun".

Ein Profi auf sechs Saiten

Daniel Schreivogel (9b) verwandelte den Abend in der aufgeheizten Freiheitshalle in eine andalusische Nacht. Mit Francisco Tárregas "Recuerdos de la Alhambra" stellte er einmal mehr unter Beweis, dass der junge Gitarrist zu den besten seiner Klasse in ganz Deutschland gehört.

Schwungvoll und sanft

Mit Maria Pritsker und StRef Adrian Stieglitz am Klavier sowie Johannes Wolfrum (9e) an der Percussion animierte der Chor der 6. und 7. Jahrgangsstufe die Zuhörer mit "Come on", bevor sie im Anschluss sanft die Engel in Robbie Williams' "Angels" besangen.

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Andalusische Nächte, Mexiko und karibisches Flair

Nach Mittelamerika ging es dann mit der Bläserklasse 6b. Bei Chuck Rios "Tequila" fühlte man sich an einen mexikanischen Strand versetzt, an dem gerade eine Party steigt, bevor man im Anschluss an der Ostküste des Landes in See sticht, um dann die "Pirates of the Caribbean" zu jagen.

Mit "Maverick" in den Wilden Westen

Liest man im Programmheft "Jugendblasorchester Hof", so steigen die Erwartungen. Was zaubert Benjamin Sebald wieder aus dem Köcher? Nichts! In diesem Jahr zieht er es aus dem Halfter! Mit "The great trek to the West", einem weltbekannten Stück aus "A Western Suite", gehen wir zurück an Land und reiten im Geiste quer durch die Prärie. Eine Reise im Geiste, die uns im nächsten Stück direkt zu einem der bekanntesten Geister führt, dem "Phantom of the Opera", von Andrew Lloyd Webber. "Erfüllend" könnte man sagen. Und zwar in jeder Hinsicht. Die Halle ist vom Klang der Blasinstrumente erfüllt, ebenso wie unsere Erwartungen.

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Wenn Musik die Worte ersetzt

Auf dem Papier liest man "Tabea Frank (Q12), Jonas Kaufmann (Q11) - Gesang, Klavier", doch was einem an diesem Abend auf der Bühne geboten wird, ist mit Worten nicht auszudrücken. Die Darbietung von "Say something", welche von Pia Gramalla (Q11), Moritz Persitzky (Q11) und Nikolai Kondakov (Q11) instrumentell untermalt wird, wird zu einem Geschenk für 5.000 Ohren, welches auch durch Superlative nicht zu beschreiben ist.

Die Gruppe nach dem Hammer

Das Publikum steht Kopf! Jubelpfiffe, Freudenschreie, die Temperatur in der Freiheitshalle knackt endgültig die 35-Grad-Marke. Was macht man als Schulorchester, welches nach diesem Auftritt kommt? Genau! Man nährt das Feuer! Und die weltbekannte Melodie des Allegrettos aus Karl Jenkins "Palladio" dient dabei als Zunder. Die Smartphones im Publikum filmen nun non-stop. Und das ist gut so! So kann sichergestellt werden, dass es eine Aufnahme der Titelmelodie des Serien-Phänomens "Game of Thrones" gibt, das als nächstes dargebotene Stück. Gerüchte besagen, dass nach der aktuellen sechsten Staffel ein Kinofilm gedreht werden soll. Wer dann die Musik dazu einspielt, steht seit heute Abend fest!

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Röschpekt!

Das Ensemble der "Chefin", StRin Nicole Rösch, ist eine Institution auf Schiller-Konzerten. Und auch in diesem Jahr zeigen sie wieder, wie es geht: "And so it goes" heißt es mit viel Gefühl, bevor Jeremy Lawrence (Q11) in die Tasten jazzt und es heißt: "It don't mean a thing"! Duke Ellingtons Original von 1943 klingt dagegen wie eingeschlafene Füße!

Küsschen von der Copacabana

Das Saxophonensemble, unter der Leitung von Marek Olszowka, brilliert danach mit südamerikanischen Rhythmen und gibt dem Publikum "A Kiss in Rio". Ja, die Copacabana ist bekannt für freudige Partys, zuletzt bei der Fußball-WM und im nächsten Jahr dann bei Olympia.

Feiern, trinken, fallen

Und eben zu dieser Party ruft im Anschluss der Schulchor auf: "Celebration" von Kool & the Gang, mit der Unterstützung von Alessandro Ammon (10b) an der E-Gitarre, Felix Guballa (Q11) am E-Bass, Christoph Rudisch (Q11) am Schlagzeug, Kristin Frohmader (Q11) und Benjamin Sebald an der Trompete, Moritz Persitzky (Q11) am Saxophon, Tom-Christian Riemer (Q11) an der roten Posaune sowie StRef Adrian Stieglitz am Klavier, heißt es und auch das Publikum feiert mit. Was tun mit dem betrunkenen Seemann? Diese Frage stellen sich im Anschluss die knapp 90 Sängerinnen und Sänger, bevor es dann wieder zur Gänsehaut kommt: Als StRef Adrian Stieglitz die Tasten am Klavier anschlägt, erkennt jeder sofort die Klänge des Adele-Megahits "Skyfall". Dann beginnt der Gesang und die Reaktionen im Publikum sind - spätestens nach dem Einsatz der sonoren Männerstimmen - eindeutig: "Boah, ich hab' Gänsehaut!"

Tote Hosen? Alte Hüte? Mitnichten!

Zum Abschluss wird es nochmal laut. "Let's get loud" steht auf dem Programm des Symphonischen Blasorchesters Hof. Und nach dem Verhallen der Klänge von Gloria Estefans Gassenhauer stecken die jungen Musiker, unter der Leitung von Benjamin Sebald, das Publikum mit einer Krankheit an, die, spätestens durch die Toten Hosen, eine Renaissance erlebt hat: "Altes Fieber" von Michael Breitkopf und Andreas Meurer.

In Schulstärke zum Abschluss

Was viele Schulen schon fast gerne "Gesamtschülerzahl" nennen würden, nennt man am Schiller-Gymnasium "Abschlusschor". Fast 400 Mitwirkende kommen zum abschließenden Stück auf die Bühne. Ein über 300 Schülerinnen und Schüler starker Chor, begleitet vom Symphonischen Blasorchester, stellt dem Publikum abschließend die Frage "Wer hat an der Uhr gedreht?" Es ist das diesjährige Arrangement von Peter J. Lawrence, das auch in diesem Jahr seine Wirkung nicht verfehlt: Das Publikum tobt. 

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Danke

Einen lückenlosen Dank schließt die Elternbeiratsvorsitzende, Dr. Karin Flessa, zum Abschluss des Konzerts an. Ein Team von Technikern, Musikern, Freiwilligen und vielen mehr, die sich am Ende dann doch vor einer Person verneigen, der "Chefin", wie sie liebevoll genannt wird. Die Rede ist von Studienrätin Nicole Rösch. Der Musiklehrerin, die es auch in diesem Jahr wieder geschafft hat, dass Neulinge der Schiller-Konzerte den Saal verlassen und sagen: "Wow, das war doch kein Schulkonzert!" Danke!

Ein herzliches Dankeschön auch an Jan Nico Schott für die Bereitstellung der Bilder.

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