Schiller Logo kleinEs war die Abiturverabschiedung der Rekorde. Der "beste Jahrgang aller Zeiten" wurde von zahlreichen Gratulanten und Ehrengästen im Festsaal der Freiheitshalle während der "längsten Abiturverabschiedung aller Zeiten" gefeiert und geehrt. Dabei wurde einem eindrucksvoll vor Augen geführt, dass der "Alltag" am Schiller keinesfalls etwas Alltägliches ist.

Die Verabschiedung beginnt wie immer. Das symphonische Blasorchester unter der Leitung von Benjamin Sebald betritt die Bühne, nimmt Platz, Herr Sebald gibt den Einsatz und es ist weg. Das Alltägliche. Denn das Niveau, auf dem dieses Schülerorchester ein Publikum vom ersten Klang an mitreißt, ist eindrucksvoll, immer und immer wieder!

Dann betritt der Schulleiter Herr Schmidt die Bühne und stellt sich ans Rednerpult. Wie in jedem Jahr. Und wie in jedem Jahr fragt man sich: Was kommt heute? Welches Thema hat er in diesem Jahr aufgegriffen? Und mit genau diesen Fragen eröffnet Herr Schmidt seine Rede. Beim Abiturmotto "A BIer - Bildung nach Maß" hätte er eigentlich nur den zweiten Teil aufgegriffen, wäre da nicht im April ein Schreiben aus dem Kultusministerium gekommen, welches ihm quasi die Vorlage gegen hat, auch den ersten Teil mit in die Rede aufzunehmen. Er hatte eine Einladung zur Bayerischen Landesausstellung 2016 erhalten. Diese stand unter dem Motto "Bier in Bayern". Und was das KM empfiehlt, nimmt man in diesem Falle gerne auf. Herr Schmidt beginnt also mit einem Blick in die Hofer Bier-Historie und zeichnet diese bis in die Gegenwart hinein. Bier in Zeiten der Globalisierung gibt die Vorlage für künstliche Intelligenz. Diese dann jedoch in Anspielung auf den zweiten Teil des Abimottos und die Fragen: Wann ist man gebildet? Wie sieht "Bildung" in der Zukunft aus? Die globalisierte Welt wird sich immer weiter entwickeln. Der Mensch wird sich verändern, die Maschinen werden sich verändern und jeder der 134 Abiturientinnen und Abiturienten hat nun die Möglichkeit, an dieser Veränderung aktiv teilzunehmen. Das Rüstzeug haben sie in den vergangenen zwölf Jahren erhalten. Eine Rede zum Mitdenken, eine Rede zum Nachdenken. In Zeiten von flachen Argumentationen bei Wahlkämpfen oder Referenden wieder nichts Alltägliches.

Im Anschluss wieder das symphonische Blasorchester. Der Blick durch den Saal zeigt, dass sie es schaffen, mit Barry Manilows "Copacabana" tatsächlich jeden zum Mitwippen zu bewegen. In Oberfranken keinesfalls alltäglich.

Ebenso wenig wie eine seit 147 Jahren bestehende Schülerverbindung. Seit 1994 verleiht die Absolvia Hof einen Ehrenpreis für die besten Schiller-Absolventinnen und Absolventen. Und in diesem Jahr mussten sie gleich sechs Preise mitbringen. Sie ahnen es schon - keinesfalls alltäglich! Fünf Schülerinnen und ein Schüler haben in diesem Jahr den "Traumnotenschnitt" von 1,0 erreicht. Pia Gramalla, Paula Meinel, Luise Reukauf, Lea Schödel, Céline Willmann und Elias Strunz freuen sich über den diesjährigen Ehrenpreis der Absolvia.

Den vorletzten musikalischen Akzent der Veranstaltung setzt, auch schon traditionell, das Ensemble "Röschpekt". Das Lied ist eines, welches man im Radioalltag vergeblich sucht. Das "Spiderman"-Thema bereitet uns auf das Netz vor, in welches die Zuhörerinnen und Zuhörer im Publikum gleich gefangen genommen werden. Verbal versteht sich. Denn es folgt der Höhepunkt des Tages - und das, obwohl gleich noch 134 Abiturientinnen und Abiturienten ihre Zeugnisse erhalten sollen!

Tom-Christian Riemer und Dilan Canbay betreten die Bühne, Jonas Honke gibt mal wieder den Helmut Zerlett am Schlagzeug. Was folgt ist eine Abiturrede, die nicht nur "nicht alltäglich" ist, sondern seinesgleichen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in ganz Deutschland suchen muss. Der Inhalt ist witzig, stimmt nachdenklich, macht traurig, erzeugt Wehmut und führt am Ende dazu, dass selbst die Redner Tränen in den Augen haben. Die Retrospektive auf ihre eigene Schulzeit, dargeboten in Form eines Referates, enthält alles, was es an diesem Tag zu sagen gibt. Danke für den Einblick in eure Zeit und eure Emotionen am Schiller-Gymnasium.

Und dann, es sind gerade einmal 135 Minuten vergangen, kommen wir bereits zur Verabschiedung der 134 Abiturientinnen und Abiturienten. 45 Von ihnen haben einen Schnitt von besser als 2,0, das entspricht ziemlich genau einem Drittel. In Zehnergruppen werden die Zeugnisse übergeben und erstmals wird auch das MINT-EC-Zertifikat verliehen. Ein Zertifikat, welches das Schiller-Gymnasium im Rahmen seiner Mitgliedschaft im MINT-EC-Netzwerk an besonders herausragende Naturwissenschaftler unter den Abiturientinnen und Abiturienten verleiht. Pia Gramalla, Luise Reukauf, Lea Schödel und Jeremy Lawrence erhalten die ersten Fassungen der von der Kultusministerkonferenz signierten Zertifikate.

Abschließend bleibt nur, sich den Wünschen des Abiturchors und denen des Oberstufenbetreuers Franz Pickel, der das Schlusswort hat, anzuschließen: Don't stop believin, geht euren Weg, der heute beginnt. Dazu 134 Mal "Alles Gute"! Lasst den Alltag nicht alltäglich werden.

 

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