IMG 7447Batteriefertigung, e-Auto, autonomes Fahren - mit diesen Schlagwörtern wurden die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10d sowie zweier PSeminare der Q11 bei einer Werksführung in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden konfrontiert.

Die Schüler wurden in die Produktion des aktuellen e-Golfs von VW eingeweiht. In drei Kleingruppen erhielten sie die Möglichkeit auch kritische Fragen bzgl. Batterietechnik, Zuverlässigkeit und Produktionsbedingungen zu stellen, die meist zügig und kompetent beantwortet wurden. 

 

Den Anfang machte die Geschichte der Elektromobilität von Volkswagen, die bereits mit einem elektrischen Golf I 1976 aufwartete. Jedoch kam dieses Auto durch diverse technische Hürden und einer geringen Reichweite nie im Massenmarkt an. Anschließend ging es in die heiligen Hallen, in der die Endfertigung des e-Golfs auf mehreren Etagen stattfindet. Zu Beginn warten im Hochregallager die Karosserien, die in Wolfsburg auf Basis des aktuellen Golf gefertigt und nach Dresden geliefert werden. Anschließend wird das erste massentaugliche elektrische Auto von Volkswagen aufgebaut. Fahrersitz, Armaturenbrett, Außenspiegel, uvm. finden Einzug in das Fahrzeug. Erst nach einigen Produktionsschritten findet die sogenannte Hochzeit statt, die den Antriebsstrang mit der Karosserie verknüpft. Anders als beim herkömmlichen Golf sitzt der Antrieb im Heck. Die Batterie, das Herz des Fahrzeugs, wiegt bis zu 350 Kilogramm und wird für den Golf maßgefertigt und dem Mitteltunnel angepasst. Auf Nachfrage wurde mitgeteilt, dass die Zellen von Samsung geliefert und von Volkswagen zur letztendlichen Form zusammengefügt werden.

Hier hakten die Schülerinnen und Schüler mit kritischen Fragen nach. Bis heute gibt es keine Recycling-Möglichkeiten für bestehende und verbaute Akkus. Auch der gesamte Prozess von der Rohstoffförderung bis zur Herstellung der Zellen ist noch verbesserungswürdig. Hier wird auf den modularen elektrischen Querbaukasten von Volkswagen verwiesen, der in naher Zukunft und in allen Fahrzeugvarianten Einzug halten wird. Auch den ökologischen Aspekt verfolgt VW sehr energisch und verweist auf zukünftige Erfolge im Bereich Forschung & Entwicklung. 

Auf Nachfrage gibt unser Guide an, dass 80% der Produktion ins Ausland exportiert wird, wobei davon ca. die Hälfte direkt nach Norwegen geht. 

Mit einer Produktionskapazität von 76 Autos ist man jedoch noch weit von einer wirklichen Massenproduktion entfernt, wenn man sich die Kapazitäten in Wolfsburg zum Vergleich ansieht. Hier verlassen ca. 2000 Golfs pro Tag das Stammwerk. 

Die Schülerinnen und Schüler haben bei dieser Werksbesichtigung einen interessanten Einblick in die Zukunft der Automobilbranche und das architektonisch wohl spannendste Werk Deutschlands erhalten.image.png

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Der e-Golf, der in Dresden auf Basis des aktuellen Golfs gebaut wird.

 

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Der erste elektrische Golf I von Volkswagen.

 

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Der Prototyp des neuen ID3, den man bereits vorbestellen kann und der auf dem reinen elektrischen Querbaukasten aufbaut. 

 

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Die Schülerinnen und Schüler des Schiller-Gymnasiums Hof in der gläsernen Manufaktur in Dresden.

 

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