Die diesjährige Geographie-Fachschaftssitzung beginnt wie jede andere, in einem kleinen Raum, mit stickiger Luft und einer PowerPoint-Präsentation. Eigentlich  ganz unüblich für Geographen. Doch die Zusammenfassungen sind kürzer, die Ausführungen knapper, denn als letzter Punkt auf der Tagesordnung steht "Besichtigung der Hallenbad-Technik". Und so geht es vom Schiller-Gymnasium direkt zum HofBad.


Die Fachschaft wird von Michaela Franke, Betriebsleiterin Bäder der Stadtwerke Hof, in Empfang genommen. In der Kabine des Schwimmmeisters gibt sie den Geographie-Lehrern einen ersten Einblick in die Organisation und Strukturen, die hinter den beiden Hofer Aushängeschildern in Sachen Schwimm-Locations, dem Hofer Frei- und Hallenbad, eigentlich stecken. Ob die eine Million Liter Wasser des Frei-, oder die 600.000 Liter Wasser des Hallenbades, jeder Tropfen wird stets geprüft - mit technischen Mitteln der Extraklasse, versteht sich. Die gelernte Schwimmmeisterin erläutert uns die Veränderung der Besucherzahlen und klärt über die Entwicklung des Hofer Hallenbades auf, welches im kommenden Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert.
Im Anschluss begibt sich die Fachschaft in die Katakomben, direkt unter dem Schwimmbecken. Wer sich bis dato noch gewundert hat, warum wir angehalten wurden unsere Jacken und Mäntel auszuziehen, hat nun seine Antwort bekommen: Bei etwa 35 Grad erklärt Frau Franke die Filter- und Aufbereitungsanlagen, die stets für beste Wasserqualität im Hallenbad sorgen. Tägliche Kontrollen und eine Vielzahl an Pumpen, Reglern, Digitalanzeigen, Filtern und Sieben sorgen, neben chemischen Ozonaufbereitungsanlagen und Kohlefiltern, für einen reibungslosen Ablauf. Die Filteranlagen bringen dabei so manche Kuriosität zum Vorschein. Neben den obligatorischen Haaren und Pflastern, die jeder im Wasser eines Schwimmbades erwartet, fand man auch schon ein Gebiss in der Maschine. Der Träger tauchte jedoch nicht auf!
Gut eine Stunde später kehren wir an die mehr oder weniger winterliche Oberfläche zurück und sind immer noch fasziniert von der technischen Finesse, die sich unter Rutsche, Römerbrunnen und Babybecken versteckt.
Abschließend lässt es sich Frau Franke nicht nehmen, für die Ausbildungsberufe am HofBad zu werben. Drei Fachangestellte für Bäder- und Saunabetriebe werden jährlich eingestellt! Zukunftsperspektive? Klar! Und das nicht nur im Bäderbetrieb. Bestes Beispiel: Ralf Möller! Er war lange Jahre Schwimmmeister im Freibad von Recklinghausen, ehe er nach Hollywood ging und dort seine Weltkarriere startete.
Wir verlassen nach gut eineinhalb Stunden das Hofer Hallenbad, nicht in Richtung Amerika, sondern zurück ans Schiller-Gymnasium. Eine hochinteressante Fachsitzung findet damit ihr Ende.

Geo FS 420Die Geographie-Fachschaft bei der Fachsitzung im Hofer Hallenbad

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