free england icons vector„Lost and Found“ war das Motto der diesjährigen Studienfahrt nach England, Canterbury. Aber fangen wir einmal von vorne an.

Am Donnerstag fanden wir uns zu recht früher Stunde auf dem Theaterparkplatz Hof ein. Letztlich waren es 40 Schüler, drei Lehrer und ein Busfahrer, die die lange Reise über Belgien nach Frankreich und schließlich - mit der Fähre - nach England starteten und unbeschadet überstanden. Nach dem Verlassen der Fähre folgte noch eine kurze Fahrt, und wir erreichten bald den Campus der University of Kent, wo die Freude groß war. Jeder hatte sein eigenes Zimmer mit großem Doppelbett und ein eigenes Bad in einem Wohnkomplex für je sechs Personen. Während man aus den Mädchenzimmern aufgeregtes Gekreische und Gehüpfe vernahm, gab es von den Jungs ein zufriedenes, fränkisches „Passt schon“. Sobald die Zimmer bezogen waren, wurde die Gemeinschaftsküche eingeweiht. Die kulinarische Vielfalt, die die Schüler hier zu bieten hatten, war beeindruckend. Von Gourmetköchen, die etwas Deutschland nach Großbritannien brachten und Schweinebraten mit Kloß und Soß zubereiteten, über die üblichen Spagetti-mit-Tomatensoße-Verdächtigen, bis hin zu denen, die es ganz aufgaben und Pizza bestellten, war alles gegeben.

Kaum war der Magen gesättigt, fehlte den Schülern der Pausenhof des Schillers schon, und sie beschlossen kurzerhand den Innenhof der Wohnkomplexe zu nutzen. Es wurde sich jedoch schon früh eine Gute Nacht gewünscht, um am nächsten Tag für die Erkundung Canterburys fit zu sein. Freitags machten wir also einen Fußmarsch durch Canterbury. Im Zentrum angekommen, legten wir eine Mittagspause ein und liefen dann weiter zur St. Augustine`s Abbey, um diese zu besichtigten. An dieser Stelle soll den fähigen Reiseführern des P-Seminars gedankt werden, die uns über beinahe jede Sehenswürdigkeit informiert haben, und das auch noch gratis, sodass wir unser Geld in der Oxford Street ausgeben konnten. Nach freier Zeit, in der die Schüler unter anderem das Poundland entdeckten, und sich mit Essen, Souvenirs und ja, auch T-Shirts für je ein Pfund eindeckten, ging es wieder zurück zum Campus, wofür einige eine halbe Stunde brauchten, es bei anderen jedoch drei Stunden dauerte.
Am nächsten Morgen ging es nach London, wo wir die berühmtesten Sehenswürdigkeiten, wie den Buckingham Palace und den Hyde Park abklapperten und uns schließlich am Leicester Square in Kleingruppen aufteilten. Ob Chinatown mit seinem würzigen Essen, Covent Garden mit den urigen, kleinen Märkten oder die stark belaufene Oxford Street, alles wurde von den Schülern des Schillers besichtigt. Da es auf der Autobahn Stau gab, fuhren wir quer durch das Land zurück und konnten, sofern die Augen noch offen waren, englische Dörfer vorbeirauschen sehen, was trotz längerer Fahrzeit noch einmal ein schöner Abschluss des Tages war.
Am Sonntag wurde wieder in Richtung Meer nach Dover gefahren, wo wir uns das schöne, gut erhaltene Dover Castle ansahen. Anschließend fuhren wir in das typisch englische Broadstairs, wo wir bei Fish & Chips von nicht ganz so friedlichen Möwen belagert wurden. Nachdem alle noch einmal im örtlichen Supermarkt, der kleinen Bäckerei oder dem Metzger einkaufen waren, fuhren wir früh zurück, da es am nächsten Tag wieder nach London ging.
Dieses Mal zogen wir dem Laufen ein Boot vor, mit dem wir die Themse entlang fuhren und von dort aus den Tower, die Tower Bridge und natürlich das London Eye betrachten konnten. Anschließend ging es zum Walkie-Talkie, einem der höchsten Wolkenkratzer Londons, mit einem Garten im Obergeschoss, von wo aus man einen fantastischen Ausblick über ganz London hatte.

Nachdem auch der vierte Tag in Folge 30 Grad und Sonnenschein bot, können wir das Vorurteil eines dauernd verregneten Englands wohl kaum bestätigen. Zumal komplett durchgeschwitzte, sonnenverbrannte Schüler schließlich (beinah) zur ausgemachten Zeit am Treffpunkt ankamen, sodass wir die Rückreise zur Unterkunft antreten konnten.
Auch dienstags ging es noch einmal nach London, diesmal jedoch in den schönen, architektonisch beeindruckenden Stadtbezirk Greenwich, wo die Erde in Ost und West geteilt wird. Um es mit Herrn Gegesz Worten auszudrücken: „Ein erhebender Moment“ für alle, gleichzeitig auf Ost- und Westseite zu stehen. Alle hatten an diesem Tag das vom P-Seminar organisierte T-Shirt mit der Aufschrift „If lost return to Alex“ an, außer Herrn Gegesz, welcher das T-Shirt „I am Alex“ trug.So passierte es nicht selten, dass wir von zahlreichen Alex angesprochen wurden, die Bilder mit uns machen wollten.
Auf der Rückfahrt in der U-Bahn, welche immer überfüllt war, verloren wir dann passend zu unserem Motto Herrn Gegesz und einen Teil der Gruppe, fanden sie dann jedoch gleich am Ausgang der U-Bahn-Station wieder. Am letzten Tag ging es noch einmal nach Canterbury, um die beeindruckende, große Kathedrale Canterburys anzusehen und letzte Einkäufe zu erledigen. Am Abend wurde die Studienfahrt durch ein gemeinsames Abendessen in einem sehr leckeren indischen Restaurant mit freundlichen Gastgebern beendet.
Die Heimreise durch den Eurotunnel am nächsten Tag wurde von dem Großteil der Schüler verschlafen und schließlich war unsere Studienfahrt um 23 Uhr an einer Hofer Tankstelle endgültig vorüber.
„Lost and found in London“ : Ein Motto, welches nicht nur auf einige Missgeschicke in Bezug auf zeitliche Umstände schließen lässt, sondern auch auf ein gestärktes Gemeinschaftsgefühl unter Schülern, eine Stadt, die Altes und Neues vereint und last, but not least stärkere Freundschaften. Zuletzt soll auch den Lehrkräften, Frau Zembsch, Frau Zimmermann und Herrn Gegesz ein großes DANKE ausgesprochen werden, für eine wundervolle Reise, gute Organisation und das Vertrauen in uns (fast) erwachsene Kinder.

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