Strand1-icon30 Schülerinnen und Schüler starteten am 21.07.2016 zu ihrer einwöchigen Reise nach Rom. Nein, wir erzählen hier nicht von der 18-stündigen abwechslungsreichen Busfahrt, nicht von unzähligen Pausen, nicht vom Beziehen der Zimmer und der ersten elementaren Frage, ob denn die bereitgelegten Tücher auf dem Bett Badetücher oder am Ende der Bezug für die Bettwäsche seien?! Nein, machen wir nicht, wir wissen doch, wie ein spannender Reisebericht starten muss.


Nach einer kurzen Erholungsphase starteten wir unser Programm an markanten Punkten Roms, wie der Piazza del Popolo und der Besichtigung der Spanischen Treppe, die leider durch Renovierungsarbeiten nicht zugänglich war. Nachdem uns unsere Lehrer eine kleine Essenspause gegönnt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Pantheon. Mit seiner beeindruckenden Bauweise ist es heute noch eines der größten Betonbauwerke der Welt. Am Ende unseres kleinen Stadtbummels besichtigten wir den Trevi-Brunnen, der trotz der umgebenden Menschenmengen einen atemberaubenden Anblick bot, an dem sich viele von uns nicht satt sehen konnten. Der Tag wurde abgerundet, indem Herr Pickel und Frau Wilczek-Dehler uns in das Studentenviertel „entführten“, wo wir das erste Mal in den Genuss der italienischen Köstlichkeiten kamen.

 

Vatikan-bea450Am nächsten Tag starteten wir schon früh, um unnötig lange Wartezeiten vor dem Vatikan zu vermeiden. Nach nur 20 Minuten ließen wir die Sicherheitskontrollen hinter uns und es begann unser Aufstieg in Richtung Kuppel des Petersdoms, der sich als sehr beschwerlich herausstellte. Aber all unsere Mühen wurden mit einem 360°- Blick über die gesamte Stadt bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen belohnt und unsere fotobegeisterten Mitschüler/-innen hatten reichlich damit zu tun, ihre SD-Karten mit diesem wunderschönen Motiv zu füllen. Den anschließenden Abstieg, der sich als ebenso eng und stickig entpuppte, meisterten wir in gleicher Weise. Abseits des Touristentrubels fanden wir im deutschen Friedhof des Vatikans einige Momente der Ruhe und der Naturverbundenheit, die uns alle sehr beeindruckten und nahe gingen. Nachdem jeder von uns diesen besonderen Ort auf seine Art und Weise erlebt hatte, endete unser offizielles Programm für diesen Tag und wir durften die Großstadt wieder auf eigene Faust erkunden und uns von dem Rausch der Metropole treiben lassen.

Forum-Romanum-bea450Am Sonntag stand uns der laufintensivste Tag bevor, der unter dem Thema „Antikes Rom“ stand. Wir besichtigten den Palatin und über den Gang des ehemaligen Forum Romanum erreichten wir den Kapitolshügel. Für die Lateiner unter uns war es faszinierend, jenes live zu sehen, womit wir uns jahrelang im Unterricht beschäftigt haben. Im Anschluss verließen wir die gut besuchten Touristenzentren in Richtung der Domitilla-Katakomben. Neben der willkommenen Abkühlung von 18 Grad unter der Erde, ist diese Katakombe mit 17 Kilometer langen Laufwegen die Größte der in Rom vorhandenen sechzig Katakomben. An diesem Tag wurden wir durch das weit verzweigte, fast labyrinthartige Netz des frühchristlichen Friedhofs geführt und konnten uns aus nächster Nähe ein Bild der Grabanlangen machen. Die unmittelbare Nähe zum Tod stimmte uns alle ein wenig nachdenklich und auch die Worte von Herrn Wendel, unseres äußerst kompetenten Führers, der uns sicher durch die Katakomben leitete, machten uns bewusst, wie kostbar, aber auch begrenzt unsere Zeit auf Erden ist. Zurück am Tageslicht angekommen, starteten wir unseren Weg zurück ins Zentrum Roms, um am Ende eines langen Tages eines der berühmtesten Wahrzeichen Roms zu besichtigen, das Kolosseum. Aufgrund einer Reservierung war es uns glücklicherweise möglich, an all den wartenden Menschenmassen vorbei, direkt in das Innere dieses beeindruckenden Bauwerks zu kommen. Auch der leichte Sommerregen konnte uns nicht davon abhalten, das Bauwerk genauestens zu erkunden. Während wir das taten, stellte sich uns eine Frage, die wir bis heute nicht endgültig klären konnten. Laut unseren Recherchen war der gut gebaute Römer mit viel Glück etwa 1,60m groß, allerdings hatten selbst wir, die ungefähr 10-20cm größer waren, manchmal Schwierigkeiten, die hohen Treppenstufen zu erklimmen. Warum also bauten die Römer so hohe Stufen, wenn sie selbst nicht groß waren?! Nach diesem Programmpunkt waren alle froh den Rückweg ins Hotel antreten zu können und den Füßen die verdiente Erholung zu gönnen. Der meistgebrauchte Satz, unbedingt ironisch und humorvoll zu betrachten, war an diesem Tag definitiv dieser: „Geil, Steine!“ Er beschreibt kurz und knapp die Erlebnisse und Eindrücke, die wir aus dem „antiken Rom“ mitnehmen konnten.

Trevibrunnen-bea450Erholung war auch am nächsten Tag unser großes Motto. Mit Bikini und Badehose verließen wir das Hotel in Richtung Bahnhof Termini, um mit dem Zug nach Ostia an den Strand zu fahren. Nach etwa einer Stunde Zugfahrt und einem kleinen Fußmarsch zum Meer breitete jeder seine Badetücher aus, um einen perfekten Strandtag genießen zu können. Der erste Weg führte jeden von uns erst einmal ins Meer, wo bei angenehmen Wassertemperaturen auch bald alle Teilnehmer der Studienfahrt zusammen Wasserball spielten. Am Strand heizte uns die Sonne dann wieder auf und sorgte nebenbei für eine sommerliche Bräune. In geselliger Runde verging der Tag am Strand wie im Flug und wir mussten diesen leider am späten Nachmittag aufgrund eines drohenden Gewitters beenden. Es bleibt zu erwähnen, dass das Eincremen nicht immer den gewünschten Erfolg brachte und am Ende einige von uns farblich eher einem „Rothaut-Indianer“ ähnelten. Aber auch viele andere blieben von einem mehr oder weniger schlimmen Sonnenbrand nicht verschont. Dank „After Sun“ - Mitteln gehörten die Rötungen jedoch bald der Vergangenheit an.
Villa-DEste1-beaAn unserem vorletzten Tag fuhren wir dann mit dem Bus nach Tivoli, eine Stadt 32 Kilometer östlich von Rom, wo wir uns den ländlichen Gebieten Italiens widmen konnten. Erstes Ausflugsziel war dabei die Villa d’Este, die vor allem durch ihre wunderschön angelegten Gärten mit integrierten Wasserspielen überzeugte. Die mediterrane Atmosphäre war eine ganz neue Erfahrung, waren wir doch seit einer halben Woche im lauten Rom gewesen. Letzter Punkt auf unserem Tagesprogramm war die Villa Gregoriana, die eher einem Naturpark glich, der auf seine eigene charmante Art und Weise mit gigantischem Wasserfall und türkisblauem See beeindruckte. Zurück im Hotel planten wir unseren letzten Abend der Studienfahrt und feierten bis spät in die Nacht. Am Tag der Abreise fuhren wir mit der Metro in das Stadtviertel Magliana, um dort eine Sicht auf das moderne Rom zu werfen. In einem faszinierenden Bauwerk, das in seinem Stil ein wenig an das Kolosseum erinnerte, fanden wir den Sitz des Modehauses Fendi. Auf ganz neues Terrain begaben wir uns in der Fendi-Ausstellung, in der wir durch komplett verspiegelte Räume mit von der Decke herunter hängenden Plüschfiguren wandelten und extravagante Mode betrachteten. Unser wirklich allerletzter Programmpunkt war die Papstbasilika Sankt Paul vor den Mauern, die wir auf dem Rückweg besuchen wollten. Da keiner von uns daran gedacht hatte, passende Kleidung anzuziehen, war es leider nur wenigen von uns möglich, die Kirche zu besichtigen. Danach konnten wir den restlichen Tag frei gestalten, was einigen nochmals die Gelegenheit bot, auf die Jagd nach Souvenirs für Familie und Freunde zu gehen. Am Abend gegen 19 Uhr traten wir dann ziemlich müde, aber mit vielen Erlebnissen und Erfahrungen im Gepäck die Heimreise ins regnerische Hof an. Wieder lagen 18 Stunden Busfahrt vor uns, die wir aber damit verbrachten, die letzte Woche Revue passieren zu lassen oder einfach ganz spontan im Bus unterschiedlichste Lieder anzustimmen. In Hof angekommen waren wir müde, kaputt und ausgelaugt. Vor allem aber waren wir traurig, dass diese schöne Woche nun endgültig vorüber war.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz besonders bei unseren begleitenden Lehrkräften Frau Wilczek-Dehler und Herrn Pickel bedanken, die diese Woche für uns organisierten und uns stets mit Rat und Tat zur Seite standen. Wir sind uns sicher, dass jeder Teilnehmer unserer Studienfahrt froh ist in Rom dabei gewesen zu sein, da wir nicht nur ein tolles Programm hatten, sondern vor allem eine richtig coole Gruppe waren, in der sich jeder mit jedem verstand, so dass die ganze Woche über ein harmonisches Miteinander herrschte.

 

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