frk-icon– die Genüsse der Provence -
„Mahna Mahna, do do do do do, Mahna Mahna, Do do-do do...“ So oder so ähnlich kann man die Stimmung unserer Studienfahrt nach Südfrankreich eigentlich recht gut beschreiben.
Euphorie herrschte bei allen, als es am Donnerstagabend, den 21.07.2016 vom Schiller-Gymnasium aus Richtung Süden losging.

Aber alle merkten ziemlich schnell, dass so eine 17-stündige Busfahrt keine so gemütliche Sache ist. Deswegen waren Schüler und Lehrkräfte sehr froh, nach dieser Nachtfahrt endlich am ersten Etappenziel angekommen zu sein. Denn bevor wir unser Hotel in Avignon beziehen konnten, machten wir einen Zwischenstopp in Orange und konnten dort die ersten Eindrücke des schönen Südens Frankreichs aufnehmen. Doch hier traten bereits die ersten Sprachbarrieren zu Tage, denn nicht alle Schüler waren der französischen Sprache mächtig und so wurde das Bestellen im Café zu einer großen, wenn auch erheiternden Herausforderung. Aber dank Google-Übersetzer konnten alle rechtzeitig ihre Getränke bestellen, bezahlen und waren zur Freude der Lehrer alle zum vereinbarten Zeitpunkt wieder am Bus. So konnten wir uns weiter nach Avignon, dem eigentlichen Ziel unserer Reise, begeben.
In unserer Ruheoase am Stadtrand von Avignon, dem „Hôtel Vert“, angekommen besprachen wir nach einem kurzen Nickerchen und Gang zum nahe gelegenen Supermarkt das Programm. Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Programmpunkt.

 

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Schon der erste Tag beeindruckte uns sehr, es stand ein Museumsbesuch am „Pont du Gard“ auf dem Programm, bei dem die Bedeutung des Wassers für die Stadt Nîmes im Mittelpunkt stand. Als wir aus dem Museum heraustraten, trauten wir unseren Augen kaum, konnten wir doch das riesige Aquädukt live und in Farbe aus nächster Nähe betrachten und sogar begehen. Da dieser Platz mehr als zum Verweilen einlud, machten wir es uns am Ufer bequem und genossen den Tag mit einem schönen Picknick, das unser eigens zusammengestelltes, professionelles Einkaufsteam am Morgen besorgt hatte.

Beeindruckend ging es am Sonntag weiter und zwar mit dem provenzalischen Markt in L´lsle-sur-la-Sorgue. All die verschiedenen Gerüche zogen uns sofort in ihren Bann und diese Eindrücke hielten wir mit unseren reichlich vorhandenen Kameras fest. Und auch das Picknick-Einkaufsteam kam erneut zum Einsatz und verköstigte die ganze Truppe im nahe gelegenen Park in der Mittagspause mit allerlei Spezialitäten des Marktes: Wir wurden mit Oliven, Baguette, verschiedenen Käsesorten, Auberginen- und Olivenpasten, getrockneten Tomaten, Obst, pains au chocolat und und und verwöhnt. Frisch gestärkt machten wir uns auf zu einem weiteren Museumsbesuch in Fontaine-de-Vaucluse, wo wir uns mit dem dunklen Kapitel der deutschen Besetzung der Provence während des Zweiten Weltkriegs befassten. Danach erwartete uns ein weiteres Highlight der Studienfahrt: Die am oberen Ende des Ortes liegende Quelle („Fontaine de Vaucluse“), die man nur mit festem Schuhwerk besichtigen konnte, begeisterte alle und lud natürlich auch zu zahlreichen Bildern und Selfies ein.

Wer sich gedacht hat, besser kann es ja gar nicht werden, der hat nicht mit dem wunderschönen Charme der Stadt Nîmes gerechnet, welche wir uns am Montag angeschaut haben. Eine anschauliche Zusammenfassung der Stadtgeschichte haben wir durch eine kleine Filmvorführung im besterhaltenen antiken Tempel Europas, der „maison carrée“ erhalten, nachdem wir zuvor in der Arena mittels Audioguide in die Zeit der römischen Spiele entführt wurden. Der Aufstieg auf die „Tour de Magne“ am Nachmittag hat sich trotz heißer Temperaturen gelohnt, denn beim Weitblick über die Stadt verliebten wir uns immer mehr in dieses Land. Ja, sogar die Lateiner! Dann hatten wir noch genügend Zeit, Nîmes auf eigene Faust zu erkunden. Und was könnte den Tag noch schöner machen, als einen Crêpe beim hübschesten Crêpe-Verkäufer der ganzen Stadt zu kaufen!? Am Dienstag verließen wir die Provence Richtung Süden und steuerten die Camargue an. Wir wollten unseren begleitenden Lehrkräften zunächst nicht glauben, dass wir gleich rosa Meerwasser zu Gesicht bekommen.

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Als wir dann die Salzgewinnungsanlage in Aigues-Mortes besichtigten, glaubten wir zunächst an eine optische Täuschung: rosa Wasser soweit das Auge reicht! Das ganze Areal konnte man von einem aufgeschütteten Salzberg aus, den wir fest entschlossen bestiegen, bewundern! Nach einer Mittagspause innerhalb der mächtigen Stadtmauern von Aigues-Mortes ging es dann am Nachmittag an den Strand. Nur einige Minuten entfernt wartete das Meer im Badeort Port-Camargue auf uns und wir konnten es bei Temperaturen jenseits der 30°-Marke kaum erwarten, endlich ins seichte, kühle Nass zu springen. Wir sonnten uns, spielten Esel-in-der-Mitte auf unsere ganz eigene Art - und verloren den Zielball fürs Boules-Spiel. Ein rundum gelungener Tag, der mit einem typisch französischen Abendessen und Sonnenuntergang am Meer abgerundet wurde.

Am nächsten Morgen hieß es auch schon Abschied nehmen von unserem Hotel, in dem wir abends immer schöne Stunden in unserem eigenen Innenhof auf der Terrasse verbracht haben. Nachdem wir in den nebenan liegenden Galeries Lafayette noch letzte Souvenirs erstanden hatten, fuhren wir los zu unserem letzten Reiseziel: Montélimar. Dort wurden wir in einer Nougatmanufaktur in das Geheimnis der Nougatproduktion eingeweiht und durften selbstverständlich den weißen Mandelnougat auch probieren. Bei einem letzten gemeinsamen Picknick stärkten wir uns nochmals für die lange Heimfahrt. Denn am Nachmittag mussten wir uns dann leider endgültig verabschieden von einem beeindruckenden Land und einer wunderschönen Zeit, die wir nie vergessen werden.

Orange Triumphbogen-bea520

Trotz einiger Wendemanöver des Busfahrers und Verständigungsproblemen mit den Franzosen spreche ich wohl im Namen aller, dass wir eine wunderschöne Studienfahrt erleben durften! Hierfür möchten wir uns noch einmal bei unserer Reiseleitung Frau Bürgel und der Begleitung Frau Bieß-Wunsch bedanken.

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