Studienfahrt Südfrankreich (20 – 27.7.2014)
„Sur le pont d'Avignon, on y danse..."

IMG 1840-bea800

 

IMG 1803-bea480Spaziergang auf der Brücke von AvignonWir staunten nicht schlecht, als wir nach acht Stunden Nachtfahrt im Bus jenseits des Rheins erwachten und „Bonjour la France!" sagen konnten, es jedoch leider in Strömen regnete. Doch sobald wir Valence passiert hatten, sollte ein französisches Sprichwort Recht behalten: „C'est à Valence que le Midi commence." Spätestens als wir in Orange, unserem ersten Zwischenstopp auf unserer Südfrankreich-Studienfahrt, aus dem Bus stiegen, spürten wir die warme und trockene Luft, die für die Provence so typisch ist. Unser Frühstückspicknick genossen wir im Schatten des Triumphbogens, der neben dem antiken Theater, in das wir auf dem Rundweg durch den oberhalb der Stadt gelegenen Park einen Blick werfen konnten, das zweite historische Wahrzeichen der Stadt bildet. Nachdem wir die provenzalischen Geschäfte erkundet hatten, ging die Reise am späten Nachmittag weiter in die quirlige Geschäftsstadt Nîmes, wo wir in der Jugendherberge Quartier bezogen und mit Frau Bürgel und Frau Blasius das Programm der folgenden Tage besprachen. Die Jugendherberge lag idyllisch in einem Olivenhain, sodass wir laue Sommerabende auf der Terrasse in gemütlicher Runde verbringen konnten. Dabei förderten wir durch Bekanntschaften mit Franzosen auch die deutsch-französische Freundschaft – unter anderem bei Spielen, wie „Wahrheit oder Pflicht". Die Zimmer waren ohnehin zu eng und typisch südfranzösisch-spartanisch eingerichtet, sodass wir dort nicht mehr Zeit als nötig verbrachten. Und auch um die auf dem Gang befindlichen Duschen und Toiletten entbrannte bald ein heißer Kampf nicht nur unter uns Deutschen... Trotzdem konnten wir nach einem typisch französischen Frühstück („Äh, wo sind denn die Teller?") alle frisch in den nächsten Tag starten, an dem wir das Zentrum von Nîmes erkundeten. Unter dem Motto „let's hetz" – wahrscheinlich auch nur durch die Hitze so empfunden - führten uns Frau Bürgel und Frau Blasius durch Altstadt und Park zur sehenswerten Arena, die jeder selbständig mit Audioguide besichtigen konnte. IMG 1830-bea420Mit der Bimmelbahn durch die SalzgewinnungsanlagenDass dort immer noch Veranstaltungen, wie unblutige Stierkämpfe oder aber auch Rockkonzerte stattfinden, war vielen von uns neu. Nach der Besichtigung des „Maison carré", dem ältesten, am besten erhaltenen antiken Tempel, hatten wir Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, bevor die ganze Gruppe den Berg des „Jardin de la Fontaine" erklomm, um anschließend auf der „Tour de Magne" mit einem atemberaubenden Ausblick über die Stadt belohnt zu werden. Unsere mehr oder weniger sportlichen Talente konnten wir am nächsten Tag bei einer acht Kilometer langen Kanufahrt auf dem Fluss Gardon unter Beweis stellen. DSC 0219-bea480Kanufahrt am Pont du Gard

Als die Arme schlapp wurden und die Kanus sich bei manchen zusehends mit Wasser füllten, fuhren wir unter dem Pont du Gard, dem berühmten römischen Aquädukt, das Nîmes früher mit Wasser versorgte, hindurch und machten am Kiesufer des Flusses Picknickpause. Dass wir das Baguette im Bus vergessen hatten, tat unserer Laune keinen Abbruch, denn ganz nach französischer Art war unsere Picknickdecke mit zahlreichen anderen südfranzösischen Spezialitäten reich bestückt. Anschließend informierten wir uns in dem neu gestalteten, interaktiven Museum über die Entstehung des Pont du Gard und die Bedeutung des Wassers für die Stadt Nîmes.

IMG 1788-bea480Vor dem römischen Aquädukt Pont du Gard

Den darauffolgenden Tag war wieder eine Stadtbesichtigung geplant: in Avignon, wo wir zunächst gemeinsam den Papstpalast und anschließend die „Pont St-Bénézet" eigenständig erkunden konnten. Da in Avignon wegen des „Festival d'Avignon" gerade Ausnahmezustand herrschte, konnten wir die vielen Straßenkünstler und das bunte Treiben in der Stadt bestaunen. Das Highlight war der folgende Tag, zunächst fuhren wir mit einer kleinen Bimmelbahn durch die Salzgewinnungsanlagen mit rosafarbenen Gewässern in Aigues Mortes. Nachmittags konnten wir dann endlich im warmen Meer baden gehen, picknicken und den Tag genießen. Schließlich ließen wir den Tag mit einem Restaurantbesuch (Meerblick!) gemütlich ausklingen. Am letzten Tag hatten wir noch die Möglichkeit, letzte Souvenirs in Nîmes zu kaufen, bevor wir unsere Sachen packten und die Heimreise antraten.
Nun bleibt uns nur noch ein riesiges „merci" an Frau Blasius und vor allem an Frau Bürgel zu sagen, die alles bestens organisiert hatte. Es war eine schöne, erfahrungsreiche Zeit, die uns noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.

 

 

Termine

Anmelden

Einloggen

Username *
Password *
an mich erinnern
Go to top

©2018, Schiller-Gymnasium Hof, Schillerstraße 38, 95028 Hof, 09281/72640 — KontaktImpressum & Datenschutz