5:30 Uhr:

Ja, da steht "5:30 Uhr". Eigentlich ist das "Hohe Wecken" ja ein Jagdsignal, doch auf 1.000 m. ü. NN darf man auch im Skilager vom hohen Wecken sprechen. Es ist noch dunkel, als sich die Schüler aus ihren Betten quälen. Die Disko-Nachgespräche der vergangenen Nacht, gepaart mit einigen späten Packversuchen, haben ihre Spuren hinterlassen. Es ist der Tag der Heimreise, der in der Jugendherberge ja bekanntlich mit dem Räumen der Zimmer, dem Kehren sowie der Zimmerabnahme verbunden ist.

 

Während Hinterglemm noch selig schlummert, hat auf dem Mitteregg der Kampf mit den Koffern bereits begonnen

 

6:00 Uhr:

Das Frühstück ist eröffnet, doch an den Plätzen sind nur wenige Schüler zu sehen. Die meisten sind noch zu sehr mit dem Räumen der Zimmer, bzw. mit dem Einräumen der Koffer beschäftigt. Zum großen Erstaunen der Lehrkräfte, beherrschen Schüler alle Funktionen ihrer Smartphones, außer die Weckfunktion. Einige Zimmer schlafen noch. Beim Wecken gibt es erstauntes Augenreiben.

Ein leerer Speisesaal lässt nicht vermuten, dass das Frühstück vor drei Minuten begonnen hat

 

6:10 Uhr:

 Vor der Jugendherberge könnte man den Eindruck gewinnen, dass der Schah von Persien mit seinem Hofgefolge abreist. Knapp 150 Koffer und Taschen türmen sich in dem kleinen Muli, der diese die Serpentinen hinunter schaffen soll. Am Ende warten unsere drei Busse, mit denen es dann Richtung Hof gehen wird. Immer wieder hört man dennoch auf den Gängen diesen einen Satz: "Oh man, ich bring' meinen Koffer nicht zu!" Nun, große Souvenireinkäufe haben die Schüler eigentlich nicht getätigt und der größte Teil der Süßigkeitenvorräte ist eigentlich aufgebraucht. Doch die Jungs und Mädels kommen sich gegenseitig zur Hilfe und platzieren sich auf Koffern oder drücken Taschen zusammen, sodass die Reißverschlüsse endlich zugehen.

 

6:20 Uhr:

Unter Zeitdruck arbeiten sie anscheinend am besten. So langsam nimmt der Gedanke ans Abfahren Konturen an, eine genaue Prognose zur Abfahrt ist jedoch noch nicht möglich. Doch bis dahin wartet noch eine Wanderung auf uns. Die Strecke Jugendherberge - Busparkplatz ist zwar nur einige hundert Meter lang, doch legen wir sie als Karawane im Halbdunkel zurück. Der Blick geht zurück aufs Mitteregg und wir danken Stefanie und ihrem Team, die uns in den fünfeinhalb Tagen hervorragen versorgt und bewirtet haben, im Gegenzug unseren Schülern aber auch das Lob für ihre Sauberkeit in Zimmern und Gängen ausgesprochen haben.

Vor der Abfahrt präsentiert sich Hinterglemm nochmal im Morgengrauen

 

7:15 Uhr:

Die Busse sind gepackt und bereit zur Abfahrt. Alle Schüler sind vollzählig unten angekommen und wir starten die 464 Kilometer lange Heimreise nach Hof. Der Blick geht zurück auf ein Skigebiet, welches es, trotz eines bislang kritisch verlaufenden Winters, mithilfe von 86 Pistenraupen, im Gesamtwert von über 30 Millionen Euro, jeden Tag aufs Neue geschafft hat, die Pisten perfekt für uns zu präparieren. Damit gelten die Alpen als eines der Musterbeispiele für das Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie in Europa.

Die Motoren laufen, die Busse sind startklar

 

10:00 Uhr:

Eine letzte kurze Pause, ein letzter Blick zurück über grüne Wiesen und wir verlassen die Alpenregion in bester Erinnerung.

Ein letzter Blick zurück auf die Berge, die abermals im Sonnenlicht erstrahlen

14:15 Uhr:

Fast zeitgleich biegen die drei Busse auf das Gelände der Freiheitshalle ein. Die Eltern stehen bereit, um ihre Kinder in Empfang zu nehmen. Wir sind wieder da! 122 Schüler, 12 Lehrkräfte und jede Menge positive Erinnerungen im Gepäck. Der Schlusssatz gebührt dem Hauptorganisator: Danke an Herrn Stadelmann, der wieder einmal durch eine perfekte Organisation ein einzigartiges Skilager ermöglicht hat!

 

 

 

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