In der Zeit vom 9. bis 21. November besuchte Frau Tünde Kelemen Deutsch-und Ungarischlehrerin aus Eger ungarischer Name von Erlau) das Schiller-Gymnasium Hof. Es handelt sich dabei um eine sehr alte Stadt im Norden des Landes mit heute etwa 56000 Einwohnern.

Bekannt ist Eger/Erlau durch die großen Rotweinanbaugebiete in seiner Umgebung. Das Stadtbild ist geprägt von seiner mittelalterlichen Burg, einem Minarett aus der Zeit der osmanischen Herrschaft, der Kathedrale St. Johannes und Sankt Michael sowie zahlreichen barocken Bauten. Ferner wird Eger/Erlau für seine Thermalquelle und ein Thermalbad geschätzt. Bereits in den vergangenen Schuljahren war das Schiller-Gymnasium im Rahmen der durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus durchgeführten Maßnahmen zur Förderung der deutschen Spache in Ost- und Südosteuropa Hospitationsschule und hatte bereits mehrere ungarische Gäste.
Frau Kelemen konnte im Rahmen ihrer Unterrichtsbesuche in den Fächern Deutsch, Englisch, Geschichte und Sozialkunde das deutsche mit dem ungarischen Gymnasium vergleichen. Die Schule, an der Frau Kelemen unterrichtet, hat etwa 1300 Schüler und ca 120 Lehrkräfte und ähnelt demnach dem Schiller-Gymnasiums. Besonders interessierte sich Frau Kelemen für die die Ausbildungsrichtungen und Fremdsprachenfolgen am Gymnasium. Sie berichtete, dass auch in Ungarn verschiedene Gymnasialtypen existieren. So gibt es unter anderem die Möglichkeit, das Gymnasium nur für 4 Jahre- also erstnach einer Grundschulzeit bis zu 8 Jahren zu besuchen. Das Abitur weist große Ähnlichkeiten zu den Prüfungen in Deutschland auf: So sind auch in Ungarn die Prüfungen in fünf Fächern abzulegen: in drei Pflichtfächern (Ungarisch,Mathematik und Geschichte) und zwei wählbaren Fächern, wobei eines obligatorisch eine Fremdsprache, meist Englisch oder Deutsch ist. Selbstverständlich nutzte Frau Kelemen auch die Gelegenheit zu Spaziergängen durch Hof, Kinobesuchen und Besichtigungen der näheren und weiteren Umgebung. Sie unternahm unter anderem Ausflüge nach Leipzig und Mödlareuth. Sie besuchte zusammen mit Kolleginnen und Kollegen des Schiller-Gymnasiums Gedenkveranstaltungen an den Mauerfall vor 25 Jahren und die Gedenkstunde zur Erinnerung an die Pogromnacht in  Deutschland an der Stelle, wo einst das Gotteshaus der jüdischen Gemeinde Hofs stand. Im Rahmen der Kooperation mit dem Theater Hof erlebte sie am pädagogischen Tag des Schiller-Gymnasiums, der alljährlich am unterrichtsfreien Buß- und Bettag zur Weiterbildung der Lehrkräfte genutzt wird, eine Theaterführung und nahm an einem Workshop für zu Stimmbildung und Atemtechnik teil. Ihren Aufenthalt bezeichnete sie abschließend als voll von interessanten und positiven Eindrücken und Begegnungen.

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